Stand: 18.07.2020 17:43 Uhr

Bund finanziert Ortsumgehung für Zirchow auf Usedom

Grafik: Tunnelführung Swinemünde. © Stadt Swinemünde
Durch den Bau des Swinetunnels dürfte auf Zirchow noch mehr Verkehr zukommen.

Der Bund hat überraschend zugesagt, ein lästiges Verkehrs-Nadelör auf Usedom (Landkreis Vorpommern-Greifswald) zu beseitigen. Im Süden der Insel soll Zirchow eine Umgehungsstraße bekommen. Hier kommen die Fahrzeuge auf der B111 gerade in der Ferienzeit nur langsam voran. Kommunalpolitiker und Bürgerinitiative haben sich seit langem für eine Lösung eingesetzt. Nun soll das Projekt nachträglich in den 2015 beschlossenen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen und finanziert werden. Denn inzwischen erwarten die Experten noch mehr Verkehr, da gleich hinter der polnischen Grenze in Swinemünde der Swinetunnel gebaut werden soll. Das wird sich auf die B111 auswirken. Es wird befürchtet, dass vor allem Lkw die neue Strecke nutzen und durch Zirchow rollen.

Bund entscheidet sich für die große Variante

Für die Ortsumgehung waren zwei Varianten im Gespräch. Der Bund hat sich für die größere und teurere entschieden, die bis zu 20 Millionen Euro kosten wird, heißt es. Sie beinhaltet eine Anbindung an den Flughafen Heringsdorf, für den in der Zukunft deutlich mehr Passagiere erwartet werden. Allerdings ist der Bau zweier Brücken über die Eisenbahngleise aus den Plänen gestrichen worden. Stattdessen sind normale beschrankte Bahnübergänge vorgesehen.

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In Wolgast stehen Autos auf der Strecke nach Usedom im Stau. © Tilo Wallrodt Foto: Tilo Wallrodt

Ortsumgehung Zirchow rückt näher

Über Usedom könnte durch den Swinetunnel künftig noch mehr Verkehr rollen. Eine Ortsumgehung in Zirchow könnte deshalb nun per Ausnahmegenehmigung gebaut werden. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 18.07.2020 | 13:00 Uhr

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