Stand: 25.04.2019 15:59 Uhr

Breitbandausbau in Nordwestmecklenburg beginnt

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat am Donnerstag in Timmendorf auf der Insel Poel das bundesweit größte Projekt im Rahmen des Breitband-Förderprogramms gestartet. "Dieser Spatenstich ist ein starkes Signal für die ländlichen Regionen in Deutschland", sagte Scheuer.

Bis zu ein Gigabit pro Sekunde per Glasfaser

Etwa 40.000 Haushalte, 62 Schulen und 5.000 Firmen werden im Kreisgebiet bis Ende 2020 vom schnellen Internet profitieren können. Mit bis zu einem Gigabit pro Sekunde sollen die Nutzer dank Glasfaserkabeln surfen können. Wer noch schnellere Verbindungen haben will, kann sich bei der Wemacom melden.

Abschluss der Arbeiten bis Ende 2020

Das Tochterunternehmen des Schweriner Energieversorgers Wemag kümmert sich um den Ausbau und bietet auch die zugehörigen Internettarife an. Die Bauarbeiten beginnen gestaffelt im ganzen Kreis Nordwestmecklenburg. Das letzte Kabel soll Ende 2020 verlegt sein. Bund und Land investieren rund 180 Millionen Euro. Der Eigenanteil des Kreises liegt bei 25 Millionen Euro.

95 Prozent der Haushalte bekommen schnelles Internet

Landesinfrastrukturminsiter Christian Pegel (SPD) sagte, dass nach der Umsetzung aller geförderten Projekte und der angekündigten Vorhaben von Unternehmen ohne Förderung mehr als 95 Prozent der Haushalte im ländlichen Raum Zugang zu schnellem Internet mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde haben werden. Das Unternehmen Wemacom Breitband GmbH beweise Mut, denn ob der Breitbandausbau in Nordwestmecklenburg für die Firma ein wirtschaftlicher Erfolg wird, hänge davon ab, wie viele Menschen die Pakete mit dem schnellen Internet nutzen und dafür bezahlen.

Scheuer appelliert an Bürger: Angebot nutzen!

Scheuer sagte, bisher greife in den Gebieten mit gefördertem schnellem Internet nur ein Drittel der privaten Haushalte auf das Angebot zu. Sein Appell: "Liebe Bürger, wenn wir Euch schon mit großen Förderanstrengungen die Gigabit-Gesellschaft vor das Haus bringen, dass müsst ihr das auch nutzen." Pegel sagte, er sei sicher, dass auf Poel das Interesse groß sein werde. Im modernen Tourismus sei ein leistungsfähiges Internet mit WLAN für die Gäste unerlässlich. "In den letzten drei Jahren  war ungenügendes WLAN der Hauptbeschwerdegrund von Gästen bei der Abreise."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 25.04.2019 | 09:00 Uhr

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