Stand: 03.02.2020 11:23 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Börgerende: 67-Meter-Hochhaus wird nicht gebaut

So hätte das 18-stöckige Hochhaus laut Plan ausgesehen. (Archivbild)

Die umstrittenen Pläne für den Bau eines 67 Meter hohen Hochhauses mit Forschungsinstitut in Börgerende (Landkreis Rostock) sind vom Tisch. Der Investor will sein Vorhaben nun im Alten Zollhaus im Ostseebad Warnemünde verwirklichen. Wind-Projekt-Geschäftsführer Carlo Schmidt zieht damit einen Schlussstrich unter den seit 2016 schwelenden Streit mit dem Verein "67 m-Nein!".

Bürgermeister befürchtet finanzielle Schieflage

Dieser hatte im Gegensatz zur Gemeindevertretung den Hochhausbau in Strandnähe abgelehnt und war bis vor das Oberverwaltungsgericht gezogen. Börgerendes Bürgermeister Horst Hagemeister (parteilos) bedauerte den Rückzug des Investors und prognostizierte, dass die Gemeinde nun in finanzielle Schieflage geraten werde.

Gegner: Haben nichts gegen Forschungsinstitut

Ein Sprecher des Vereins betonte auf Anfrage von NDR 1 Radio MV, dann man nichts gegen den Investor persönlich habe oder gegen ein Forschungsinstitut im Ort, es sei nur darum gegangen, ein fast 70 Meter hohes Gebäude zu verhindern.

Investor hat altes Zollamt-Gebäude erworben

Investor Schmidt hat nun das historische Zollamt in Warnemünde erworben. Zunächst sollen dort knapp 20 Mitarbeiter im von ihm geplanten Forschungsinstitut für Windtechnik, Energiespeicherung und Netzintegration tätig sein.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 03.02.2020 | 12:00 Uhr

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