Stand: 13.02.2020 16:24 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Böllerwurf auf FDP-Frau: Kein politisches Motiv

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Am Sonnabend meldete die FDP-Politikerin den Vorfall über ihren Twitter-Account. (Screenshot)

Der mutmaßliche Böllerangriff auf FDP-Politikerin Karoline Preisler und ihre Tochter vor ihrem Wahlkreisbüro in Barth (Vorpommern-Rügen) ist nach derzeitigem Ermittlungsstand der Kriminalpolizei Anklam nicht politisch motiviert gewesen. Zunächst war vermutet worden, dass diese Tat im Zusammenhang mit der Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen stehen könnte.

Feuerwerkskörper an verschiedenen Orten gezündet

Eine Gruppe Kinder und Jugendlicher war am Sonnabendmittag in Barth unterwegs. Einer der Jugendlichen soll an verschiedenen Stellen Feuerwerkskörper gezündet haben - unter anderem auch in Richtung des Hauses, vor dem sich die Politikerin mit ihrem Kind aufgehalten habe. Laut Polizei wurden weder Mutter noch Tochter verletzt.

Offenbar kein Zusammenhang mit Thüringen-Wahl

Anschließend sei die Gruppe in Richtung Markt gelaufen, teilte die Polizei weiter mit. Preisler veröffentlichte den Vorfall am Wochenende selbst und brachte ihn mit der Wahl Kemmerichs in Verbindung. Laut Polizei sei inzwischen einer der Jugendlichen aus der Gruppe im Revier erschienen, um zu den Vorkommnissen am Sonnabend eine Aussage zu machen. Befragungen weiterer Beteiligter sind ebenfalls erfolgt. Der Verdacht einer politisch motivierten Tat habe sich nicht bestätigt.

Ermittlungen dauern an

Unabhängig davon seien Böllerwürfe auf Personen ausdrücklich kein "dummer Jungenstreich". Daher dauern die Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts einer versuchten gefährlichen Körperverletzung an.

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NDR 1 Radio MV | 13.02.2020 | 16:00 Uhr

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