Stand: 19.03.2019 16:16 Uhr

Böden leiden immer noch unter Dürre-Sommer

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Der ausgedörrte Boden sei wegen des Regendefizits aus dem vergangenen Jahr kaum aufnahmefähig. (Archivbild)

Die Böden im Land leiden noch immer unter den Auswirkungen des vergangenen Dürre-Sommers. Dem Bauernverband zufolge reichen die bisherigen Niederschläge nicht aus, um den Wasserhaushalt auszugleichen.

Ausgedörrter Boden kaum aufnahmefähig

Der Regen der vergangenen Tage habe in die ausgedörrten Boden gar nicht eindringen können, sagte Ackerbau-Referent Frank Schiffner. Nur die oberen 30 Zentimeter wären gut durchfeuchtet worden. Deshalb seien Bäche und Gräben nach den jüngsten Niederschlägen vorübergehend gut gefüllt. Für die kleinen Pflanzen, die jetzt erst richtig zu wachsen beginnen, reiche die Feuchte aus, aber in der wichtigsten Wachstumsphase von Mai bis Juni bräuchten die Kulturen, beispielsweise Rapspflanzen, deren Wurzeln dann bis zu zwei Meter in die Tiefe reichen, deutlich mehr Wasser.

Wasserdefizit: Ein Drittel der Regenmenge eines Jahres

Laut Meteorologe Uwe Ulbrich vom NDR Wetterstudio auf Hiddensee beträgt das Niederschlags-Defizit aus dem vergangenen Jahr etwa 200 Liter pro Quadratmeter, was etwa einem Drittel der Jahresmenge entspricht. Dem Leiter des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) in Neubrandenburg, Christoph Linke, zufolge, liegt der aktuelle Wasserstand der Müritz momentan um 35 Zentimeter unter normal.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 19.03.2019 | 14:00 Uhr

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