Ein Fahrradsymbol auf einem Radweg. © Colourbox

Bobitz: Trotz jahrelanger Planung kein Radweg

Stand: 02.08.2021 06:43 Uhr

Zwischen Wismar und Ratzeburg gibt es einen fast durchgängigen Radweg. Nur knapp drei Kilometer fehlen. Wann diese Lücke geschlossen werden kann, ist unklar.

Zwischen Bobitz und Schönhof im Kreis Nordwestmecklenburg soll ein Radweg gebaut werden - und das schon seit zwölf Jahren. Die Planung zieht sich hin, ein Ende ist derzeit nicht absehbar.

Planungen nach zehn Jahren gestoppt

Zu den Hauptproblemen gehören Anwohner, die ihr Grundstück nicht hergeben wollen. Erste Vorbereitungen für den knapp drei Kilometer langen Radweg begannen 2009. Die Planungen liefen zwar langsam, aber stetig weiter. Vor zwei Jahren standen dann die Baumaschinen schon bereit - und mussten unverrichteter Dinge wieder abziehen. Ein Landwirt hatte geklagt.

Landwirt will benötigte Fläche nicht abgeben

Das Straßenbauamt hatte auf ein vereinfachtes Planungsverfahren gesetzt. Das hätte auch geklappt, wenn alle Anwohner einverstanden gewesen wären, für den Bau des Radwegs einen Teil ihres Grundstücks herzugeben. Ein Landwirt wollte dies jedoch nicht. Er besitzt nur wenig Land und meint, wenn der Radweg über seinen Besitz verläuft, würde ihm so viel Fläche verloren gehen, dass er seine Existenzgrundlage verliert.

Neues aufwendiges Planungsverfahren

Nun muss ein aufwendiges Planfeststellungsverfahren klären, wo der zukünftige Radweg entlang führt - und bis das abgeschlossen ist, kann es noch Jahre dauern. Dafür hat Bobitz' Bürgermeisterin Annemarie Homann-Trieps kein Verständnis: Von Wismar bis Ratzeburg gibt es einen durchgehenden Radweg - nur die 2,7 Kilometer zwischen Bobitz und Schönhof fehlen. Dort müssen Radfahrer auf der Bundesstraße 208 fahren. Die Straße ist kurvig und erlaubt sind für Autos und Lastwagen Tempo 80. Das sei für Radfahrer zu gefährlich, so die Bürgermeisterin.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 02.08.2021 | 06:00 Uhr

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