Stand: 20.02.2020 13:56 Uhr  - Nordmagazin

Blutkonservenknappheit in Mecklenburg-Vorpommern

Bild vergrößern
Das Blutspendenaufkommen deckt aktuell nicht immer den Bedarf für Transfusionen im Land (Archivbild).

Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern müssen sparsamer mit Blutkonserven umgehen. Zu diesem Ergebnis kommt der Jahresbericht 2019 der Barmer Krankenkasse, der am Donnerstag in den Helios Kliniken in Schwerin vorgestellt wurde. "Demografiebedingt ist der Bestand an Konserven geringer als der Bedarf, gleichzeitig sind die Transfusionsraten sehr hoch. Das belegen die aktuellen Zahlen aus dem Jahr 2017," so der Landesgeschäftsführer der Barmer Krankenkasse, Henning Kutzbach, auf einer Pressekonferenz. Es gebe mehr ältere Menschen, die öfter operiert würden, gleichzeitig aber weniger Blutspender im Land.

Patienten-Blut-Management sinnvoll

„Wir setzen hier im Haus über 8.000 Blutkonserven pro Jahr ein. Die Minderheit davon wird bei Operationen eingesetzt, betroffen sind häufiger Patienten mit Bluterkrankungen, die auf regelmäßige Transfusionen angewiesen sind," ergänzte der Chefarzt der Allgemeinchirurgie in den Helios Kliniken, Jörg-Peter Ritz. Daher sei das Konzept des Patienten-Blut-Management, kurz PBM, besonders geeignet, der Blutkonservenknappheit effektiv zu begegnen.

Blutarmut frühzeitig erkennen

Krankenhäuser wie das Schweriner Helios Klinikum steuern seit einigen Jahren mit rund 100 Einzelmaßnahmen gegen, erläuterte der Mediziner. Eine der wichtigsten Ansatzpunkte innerhalb des PBM-Maßnahmenkatalogs: Blutarmut schon vor einer Operation zu erkennen und vorbereitend Eisen zu verabreichen, damit die Patienten selbst mehr Eigenblut produzieren können. Im Moment werde dies in einer Abteilung der Klinik so gehandhabt. Bis Ende des Jahres sollen laut Ritz alle 35 Abteilungen der Klinik in der Landeshauptstadt auf diese Weise am Einsatz von Blutkonserven sparen.

Weitere Informationen
02:26
Nordmagazin

Vitamin D: Mangel oder Überdosis?

Nordmagazin

In der dunklen Winterzeit greifen viele zu Vitamin-D-Pillen, um einem Mangel vorzubeugen. Doch das ist nicht ohne Risiko. Eine Überdosierung kann schwerwiegende Folgen haben. Video (02:26 min)

Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 20.02.2020 | 19:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

02:24
Nordmagazin