Stand: 26.02.2019 11:40 Uhr

Binnenfischer wollen Pachtverträge neu verhandeln

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Saubere Gewässer, weniger Ertrag: Die Binnenfischer in MV wollen die Pachtverträge neu aushandeln.

Die Binnenfischer in Mecklenburg-Vorpommern wollen ihre Pachtverträge mit dem Land neu verhandeln. Wie der Vorsitzende des Verbandes der Binnenfischer, Ulrich Paetsch, im Gespräch mit NDR 1 Radio MV sagte, wollen die Fischer noch in diesem Jahr neue Konditionen festschreiben lassen. Die derzeitigen Verträge laufen noch bis Ende 2021.

Saubere Gewässer bedeuten weniger Ertrag

Neben der Verlängerung der Verträge hoffen die Fischer auch auf eine Verringerung der Pacht. Die Höhe der Pacht richtet sich demnach nach dem Fischbestand in den Seen. Laut Verbandsangaben wurde der zuletzt um das Jahr 2000 ermittelt. Seitdem sind nach Ansicht der Fischer viele Seen sauberer geworden. Für die Erträge bedeute das leichte Verluste, da weniger Nährstoffe eben auch weniger Fische bedeute, so Paetsch. Gesunde Gewässer bedeuten Artenreichtum. Doch die andere Seite der Medaille ist, dass es durch weniger Nährstoffe im Wasser auch weniger Erträge für die Fischer gibt, so der Vorsitzende.

Entscheidung des Landes am 7. März?

Nach Informationen von NDR 1 Radio MV wird sich der Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) am 7. März am Tag der Binnenfischerei äußern. In MV wird eine Fläche von 50.000 Hektar Wasser befischt. Europaweite Ausschreibungen für diese Flächen werde es nicht geben, hieß aber vorab. Geplant sei, die Pachtzeit auf 18 Jahre zu verlängern. Bisher waren es zwölf Jahre.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 26.02.2019 | 12:00 Uhr

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