Stand: 07.03.2019 15:01 Uhr

Binnenfischer: Pacht für Seen wird verlängert

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Die rund 50 Binnenfischereibetriebe in MV beschäftigen rund 300 Mitarbeiter. (Archivbild)

Die rund 50 Binnenfischereibetriebe in Mecklenburg-Vorpommern können weiter investieren. Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) kündigte auf der Jahrestagung der Binnenfischer in Waren an der Müritz an, dass die Pachtverträge nach und nach für weitere 18 Jahre verlängert werden. Eine Ausschreibung solle es nicht geben. Bisher liefen die Pachtverträge zwölf Jahre.

Planungssicherheit für Betriebe

Damit haben die Binnenfischer jetzt Planungssicherheit. Eine solche hatten sie immer wieder angemahnt, weil bei vielen die Unternehmensnachfolge geklärt werden müsse und um weiter investieren zu können. Die Fischer zeigten sich zufrieden. "Den Zeitraum brauchen wir auch, denn jeder Kredit läuft bei Banken zehn bis zwölf Jahre", erklärte Herrmann Stahl, der in der Lewitz die größte Teichwirtschaft in Norddeutschland bewirtschaftet.

"Fischerei und Angelei sind systemrelevant"

Insgesamt werden rund 50.000 Hektar Wasserflächen vom Land im Nordosten von den Binnenfischern bewirtschaftet. "Fischerei und Angelei sind systemrelevant für unser Land", so Backhaus. Die Pachtpreise, die von 4,12 bis 28 Euro pro Hektar Wasserfläche reichen, sollen maximal um zehn Prozent steigen, so der Minister weiter. Die Binnenfischer beschäftigen landesweit rund 300 Mitarbeiter. Jährlich werden im Nordosten rund 550 Tonnen Fisch an Land gezogen - meist Aal, Maränen, Hecht, Zander und Schleie.

Fischer pochen auf Reduzierung des Kormoran-Bestands

Die Binnenfischer wiesen auf weitere Probleme hin: "In den letzten Jahren sind Preise für Energie, Ausrüstung und Futter kräftig gestiegen", so Verbandspräsident Ulrich Paetsch. Dringend nötig sei auch eine Entscheidung im Umgang mit dem Kormoran. Um den Bestand zu sichern, würden laut Artenschutz 5.000 Brutpaare in Mecklenburg-Vorpommern ausreichen.

Rund 15.000 Brutpaare im Nordosten

Derzeit sind es etwa 15.000 Brutpaare. Die Vögel richten gerade in Teichwirtschaften enorme Schäden an. Pro Jahr seien es beispielsweise an der Müritz über 100 Tonnen Fisch, der den Berufsfischern dann nicht mehr zur Verfügung stehe. Backhaus kündigte an, seine Anstrengungen zur Reduzierung der Bestände in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung verstärken zu wollen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 07.03.2019 | 14:00 Uhr

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