Stand: 15.05.2019 11:18 Uhr

Bewährungsstrafe wegen Hakenkreuzen auf Gehweg

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Schönberger Bürger hatten die Hakenkreuze jeweils übermalt.

Das Amtsgericht Wismar hat einen Mann aus Schönberg (Landkreis Nordwestmecklenburg) zu einer Bewährungsstrafe von sechseinhalb Monaten und einer Geldstrafe wegen seiner rassistischen Reaktion auf den tragischen Tod eines syrischen Flüchtlingsjungen verurteilt.

Rassistische Aktion nach tragischem Unfalltod

Der neun Jahre alte Junge war im vergangenen Sommer in Schönberg mit seinem Fahrrad ins Schleudern geraten und von einem Traktor erfasst worden. Er überlebte den Unfall nicht. Der Verurteilte hatte an dieser Stelle am 8. sowie am 28. Juli ein jeweils ein mal ein Meter großes Hakenkreuz und den Schriftzug "1:0" gesprüht. Die Taten hatten bundesweit für Entsetzen gesorgt.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 23-Jährige den Tod des Kindes wegen seiner Herkunft "menschenverachtend mit einem Tor für Deutschland gleichsetzen" wollte, da zum damaligen Zeitpunkt die Fußballweltmeisterschaft lief. Ermittlungen gegen drei weitere Verdächtige wurden eingestellt, da es keine sicheren Nachweise für eine Beteiligung gab.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 15.05.2019 | 11:00 Uhr

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