Stand: 25.05.2020 16:40 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Bewährungsstrafe wegen Betruges mit Kundendaten

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Das Urteil am Amtsgericht Neubrandenburg lautet ein Jahr und vier Monate Freiheitsstrafe, die für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt wurden. (Symbolbild)

In Neubrandenburg ist ein 40-jähriger Mann vom Amtsgericht wegen gewerbsmäßigen Betruges in 123 Fällen zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der Mann muss zudem knapp 11.000 Euro Schadenersatz zahlen. Er hatte gestanden über das Internet Kleidung und Medikamente bestellt zu haben.

Waren bestellt und weiterverkauft

Dafür nutzte er Namen und Adressen von Kunden eines bundesweiten Paketdienstes, deren Daten er sich illegal beschafft hatte, und an die die Lieferanten ihre Rechnungen schickten. Die Waren im Gesamtwert von mehr als 10.000 Euro ließ sich der Angeklagte unter anderem an Schließfächer liefern und verkaufte sie zum Teil weiter. Die Betrügereien flogen bereits 2014 auf.

Gefälschte Marken-Sportschuhe verkauft

Im September 2014 stand der Neubrandenburger schon einmal vor dem Landgericht Schwerin, das ihn zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten Haft verurteilte. Damals gestand er, zusammen mit seinem vier Jahre jüngeren Bruder mehrere Tausend Paar gefälschter Marken-Sportschuhe über das Internet versteigert zu haben. Die Schuhe hatte sich das Duo über einen Großhändler besorgt. Die Masche funktionierte mehrere Jahre lang. Selbst als der Anwalt einer der betroffenen Firmen sie warnte, machten sie weiter, bis die Polizei einschritt. Der Bruder des Angeklagten flüchtete ins Ausland.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 25.05.2020 | 17:00 Uhr

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