Stand: 18.09.2020 14:27 Uhr

4.400 Anzeigen wegen Kindeswohlgefährdung in MV

Ein Teddy liegt auf einem kaputten Sofa. © fotolia Foto: sirylok
Die Anzahl der Anzeigen wegen Kindeswohlgefährdung hat 2019 in Mecklenburg-Vorpommern einen Anstieg verzeichnet. (Symbolbild)

Anzeigen wegen Kindeswohlgefährdung sind 2019 in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 4.400 entsprechende Anzeigen erstattet. Das ergibt rund zehn Prozent mehr Fälle als 2018. Betroffen waren fast 7.000 Kinder.

Fall Leonie förderte offenbar Problembewusstsein

Dass sich die Zahl der Meldungen deutlich erhöht hat, liegt laut den Jugendämtern auch an dem Fall Leonie, der ein bundesweites Medienecho ausgelöst hatte. Das sechsjährige Mädchen aus Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) war 2019 gewaltsam zu Tode gekommen, der Stiefvater wurde wegen Mordes verurteilt.

Keine Kindeswohlgefährdung bei einem Drittel aller Anzeigen

Damit sei auch der überdurchschnittlich hohe Anstieg der Anzeigen im Landkreis Vorpommern-Greifswald 2019 um etwa 40 Prozent zu erklären, hieß es. Allerdings liegt nach Einschätzung der Jugendämter nach Auswertung aller Fakten bei einem Drittel der angezeigten Fälle keine Kindeswohlgefährdung vor. Als Risikogruppen gelten laut Statistik vor allem Hartz-IV-Empfänger und Alleinerziehende.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 18.09.2020 | 14:00 Uhr

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