Stand: 15.07.2019 17:18 Uhr

"Barber Angels" geben Bedürftigen wieder ein Gesicht

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Bedürftigen wieder ein Gesicht geben, ist das Ziel der ehrenamtlich arbeitenden Friseure.

In Schwerin waren am Sonntag ehrenamtliche Friseure der "Barber Angles" in Einsatz, um Obdachlosen und Bedürftigen kostenlos die Haare zu schneiden.

Ehrenamtlich Haare schneiden

Die "Barber Angels" sind europaweit organisiert, in Schwerin war der Verein zum ersten Mal. Da es noch keine freiwilligen Friseure gibt, die regelmäßig Termine für das Projekt in Mecklenburg-Vorpommern anbieten, sind die Friseure aus ganz Deutschland im Schweriner Stadtteil Muesser Holz angereist. Aber auch erste interessierte Friseure aus Schwerin waren dabei. Mit einem neuen Haarschnitt wollen die ehrenamtlich arbeitenden Friseure Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen, wieder ein Gesicht geben.

Zwei Mitglieder der "Barber Angels" (erkennbar an schwarzen Kutten) schneiden bedürftigen Menschen die Haare.

Ein Haarschnitt für Bedürftige

Nordmagazin -

Friseure des Vereins "Barber Angels" haben Bedürftigen kostenlos die Haare geschnitten - zum ersten Mal in Schwerin. Eine der Ehrenamtlichen ist Cathrin Gruhn aus Magdeburg.

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Freiwillige aus dem ganzen Bundesgebiet

Cathrin Gruhn gehört seit anderthalb Jahren zu den Freiwilligen Friseuren, die in Lederwesten Haare im Akkord schneiden. Die Westen erinnern an Biker-Kutten. Damit nehme man den Gästen auch die Berührungsängste. Die Arbeit bei den Barbers Angels würde sie unheimlich erden, sagte Gruhn und habe im besten Fall auch eine Wirkung auf die Schicksale der Gäste. Viele würden mit erhobenem Kopf den Salon wieder verlassen, ist ihre Beobachtung. "Im günstigsten Fall gibt der neue Haarschnitt einen Anstoß in eine neue Richtung", sagt Gruhn. Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, will das Projekt der ehrenamtlichen Friseure wieder ein Stück in die Mitte der Gesellschaft rücken. Gruhn arbeitet eigentlich in Sachsen-Anhalt und kam nach Schwerin, um zu helfen, den Verein auch in Mecklenburg-Vorpommern zu etablieren.

Politik wirbt für das Projekt

Auch Schwerins Bürgermeister Rico Badenschier (SPD) besuchte die Friseure in den Räumen der Caritas. Er würdigte das Engagement der fünf Schweriner Friseure, die am Sonntag vor Ort waren und sprach sich für das Projekt und eine Beteiligung Mecklenburg-Vorpommerns aus.

Ziel: Termine ab Oktober

Alexander Voigt ist einer der fünf freiwilligen Schweriner Friseure, die am Sonntag schnuppern kamen. Er freut sich, seinen Gästen etwas Gutes zu tun. "Die Menschen fühlen sich wohler und können anders in den Spiegel schauen", sagt Voigt. Auch er findet, solche Aktionen sollten in regelmäßigen Abständen organisiert werden. Bislang fehlt es jedoch an Räumlichkeiten und "natürlich aktiven Friseuren, die Interesse daran haben, den Menschen etwas Gutes zu tun und die Aktion auch mit Leben füllen", so Voigt.

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Dieses Thema im Programm:

15.07.2019 | 19:30 Uhr

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