Stand: 23.07.2020 14:21 Uhr

Bald kein privates Feuerwerk in Greifswald mehr?

Ein Mann hält einen Silvesterböller in der Hand. © picture-alliance / ZB - Fotoreport Foto: Andreas Lander
In Bereichen mit vielen reetgedeckten Häusern, wie die Greifswalder Stadtteile Wieck und Ladebow, ist das Böllern bereits verboten. (Archivbild)

Greifswald hat die Einwohner der Stadt zu privatem Silvesterfeuerwerk befragt. Die Meinungen sind geteilt: Knapp 51 Prozent stimmten für Einschränkungen, 48 Prozent sind dagegen. Die Bürgerschaft hatte die Stadtverwaltung mit der Umfrage beauftragt. Anlass ist, dass die Zahl der privaten Feuerwerke Jahr für Jahr steige und damit auch die Feinstaubbelastung, der Müll und die Lärmbelästigung.

Viele wünschen sich ein zentrales Feuerwerk

Viele der rund 2.000 Befragten sprachen sich für ein Verbot an bestimmten Plätzen oder eine weitere zeitliche Beschränkung des Verkaufs von Feuerwerkskörpern aus. Es gab zudem vielfach den Wunsch nach einem zentralen Feuerwerk oder einer Licht- und Lasershow. Greifswalder, die für das uneingeschränkte Zünden sind, wollen trotzdem, dass dabei geltende Gesetze eingehalten werden.

Ergebnisse gehen jetzt an die Stadtvertreter

Durch die Sprengstoffverordnung ist das Böllern in der Innenstadt oder in Stadtteilen mit vielen reetgedeckten Häusern wie die Greifswalder Stadtteile Wieck und Ladebow ohnehin verboten. Hier wünschen sich die Befragten mehr Aufklärung und auch Kontrollen. Die Umfrage-Ergebnisse werden nun der Bürgerschaft vorgelegt, so der Oberbürgermeister der Stadt, Stefan Fassbinder (Bündnis90/Die Grünen).

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Ein explodierender Böller. © dpa - Bildfunk Foto: Tobias Kleinschmidt

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 23.07.2020 | 14:00 Uhr

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