Stand: 12.02.2018 18:05 Uhr

Backhaus bekräftigt Aus für Treppe am Königsstuhl

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Endgültiges Aus für die Holztreppe am Königsstuhl. Wegen Sicherheitsbedenken soll es am Wahrzeichen Rügens keinen Abstieg mehr geben.

Auf Rügen wird es keine neue Treppe am Königsstuhl geben. Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat Initiativen für einen Neubau am Montag eine klare Absage erteilt. Wie Backhaus im Rahmen eines Gesprächs mit Vertretern des Nationalparkamts, der Stadt Sassnitz und der Gemeinde Lohme in Schwerin sagte, wird es vor allem aus Sicherheitsgründen keine Abstiegsmöglichkeit mehr geben.

Protest gegen den Abbau der historischen Treppe

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Rüganer wollen Treppe am Königsstuhl erhalten

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Zuletzt hatte es auf der Insel großen Protest gegen diese Entscheidung gegeben. Backhaus kündigte allerdings an, noch vor Ostern am Königsstuhl mit allen Beteiligten über touristische Alternativen wie neue Wege und Lehrpfade beraten zu wollen. Der Königsstuhl auf Rügen gehört zu den wohl bekanntesten Wahrzeichen der Insel. Der Abstieg über die Treppe gehörte zum Pflichtprogramm eines jeden Urlaubers dort. Eine Bürgerinitiative setzte sich zuletzt dafür ein, den Abstieg am Königsstuhl wieder möglich zu machen. Dafür hatten Aktivisten 1.400 Unterschriften gesammelt.

Historische Treppe am Königsstuhl verschwindet

Verlegung wäre teuer und umfangreich

Die Treppe am Königsstuhl hat eine lange Geschichte: Schon im späten 19. Jahrhundert hatte ein Rügener Pfarrer Treppenstufen in den Fels hauen lassen, um den Gästen einen Blick auf die weiße Klippe zu ermöglichen - und seitdem sorgten die Rügener dafür, dass der Abstieg immer möglich war. Bis im Mai 2016 ein großer Baum auf den untersten Abschnitt fiel. Seitdem ist der Abgang gesperrt, weil der Wiederaufbau zu teuer ist, so Gernot Haffner vom zuständigen Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft: "Man müsste den Abstieg deutlich verlegen - das wäre ein sehr umfangreicher Eingriff."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 12.02.2018 | 18:40 Uhr

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