Stand: 20.09.2019 16:49 Uhr

BUND und Linke im Land vom Klimapaket enttäuscht

Von Stefan Ludmann NDR 1 Radio MV

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Umweltschützerin Corinna Cwielag (Archivfoto)

Die Umweltschutzorganisation BUND in Mecklenburg-Vorpommern hat das angekündigte Klimapaket der schwarz-roten Bundesregierung als "schwache Leistung" kritisiert. Die Umweltschutz-Organisation vermisst eine klare Wende in der Energie- und Verkehrspolitik. Die Erhöhung der Pendlerpauschale sei ein Placebo und das falsche Signal, so BUND-Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag im Gespräch mit NDR 1 Radio MV. Statt den Autoverkehr zu belohnen, müsse es mehr öffentlichen Nahverkehr mit Bus und Bahn geben.

Dazu gehöre auch die Wiederbelebung der Südbahn bis Parchim, so Cwielag. Anstatt Bahntickets im Fernverkehr zu verbilligen, müssten für Arbeitnehmer günstige Pendlertickets angeboten werden. Auch für Schüler und Auszubildende forderte Ciewlag kostenlose Bus- und Tickets. Das Verbot neuer Ölheizungen ab 2026 kommt nach Ansicht des BUND viel zu spät. Bis dahin könnten diese Heizungen weiterhin installiert werden. Wichtig sei es hingegen, in Neubaugebieten Solarheizungen zur Pflicht zu machen. Dazu müsse die Landesbauordnung geändert werden.

Linkspartei spricht von "Rohrkrepierer"

Von einem "Rohrkrepierer" sprach die Umweltexpertin der Linksfraktion im Landtag, Mignon Schwenke. Die Vorschläge aus Berlin würden die Autolobby weiter "päppeln" und der Ausstieg aus der Kohleverstromung komme viel zu spät. Der Ausbau der erneuerbaren Energien müsse verstärkt werden. Jetzt, so Schwenke, seien die Bundesländer gefordert. In Mecklenburg-Vorpommern sei die Landesregierung aber nicht bereit, die klimaschutzpolitischen Ziele auf den Prüfstand zu stellen.

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