Stand: 14.11.2018 09:59 Uhr

Automatensprengungen: Spur in die Niederlande

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In Schwerin hatten Unbekannte vor rund zwei Monaten schon einen Geldautomaten gesprengt. (Archivbild)

Die Polizei in Westmecklenburg und Nordbrandenburg fahndet weiter nach einer wohl aus den Niederlanden stammenden Bande von Geldautomaten-Sprengern. Die Suche nach den Tätern, die zuletzt am Dienstagmorgen einen Bankautomaten in Schwerin mit Gas zerstört hatten, ist bisher ohne Erfolg geblieben, wie die Polizei mitteilte.

Polizei vermutet niederländische Bande hinter Taten

Die Ermittler vermuten, dass eine überregional agierende Bande aus den Niederlanden hinter der Serie steckt. Die Täter sind den Erkenntnissen zufolge marokkanischer Abstammung. Sie sollen sieben Bankautomaten in Westmecklenburg und einen im brandenburgischen Wittenberge gesprengt haben.

Polizei sucht Vermieter

Die Polizei sucht nun Vermieter, die in der Vergangenheit Zimmer oder Wohnungen kurzfristig an die mutmaßlichen Täter vermietet haben. Die gesuchten Tatverdächtigen fahren gerne PS-starke hochwertige Autos, hieß es. Nach den Sprengungen flüchten die Täter mutmaßlich über die nahe Autobahn 24. Einen Zusammenhang mit weiteren Taten halten die Ermittler demnach für wahrscheinlich.

Kein Geld erbeutet

Bei dem bis dato letzten Vorfall in Schwerin drangen die Täter nach Angaben der Polizei gegen 3:20 Uhr in die Filiale einer Bank am Bahnhof ein. Bundespolizisten hörten den Knall und lösten Alarm aus. Laut Polizei wurde kein Geld erbeutet. Der Geldautomat sei aber komplett zerstört worden. Die Höhe des Schadens ist noch unklar, sei aber "eher gering geblieben".

Sechs Sprengungen vor zwei Monaten

In Westmecklenburg hatte sich vor rund zwei Monaten eine Serie von Geldautomatensprengungen ereignet. Innerhalb weniger Tage waren sechs Automaten in Ludwigslust, Krakow am See, Gadebusch und Schwerin gesprengt worden. In drei Fällen gelangten die Täter an Geld, in einem Fall gleich an 200.000 Euro.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 13.11.2018 | 10:00 Uhr

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