Stand: 20.06.2019 18:15 Uhr

Auto für die Menschen im Land immer wichtiger

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Der Anteil von Haushalten mit Auto hat in den vergangenen zwanzig Jahren stetig zugelegt.

Das eigene Auto wird für die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern immer wichtiger. Rund 78 Prozent aller Haushalte im Land besaßen im vergangenen Jahr mindestens einen Wagen, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Schwerin mitteilte. Vor zehn Jahren waren es noch knapp 75 Prozent und vor 20 Jahren waren es nur rund 72 Prozent.

Auto ist "dominante private Mobilitätslösung"

Weniger als ein Viertel der Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern kann oder will demnach auf das eigene Auto verzichten. Zumindest in der Fläche sei der Pkw die dominante private Mobilitätslösung, erklärte Frauke Kusenack vom Statistikamt: "Sei es für den täglichen Arbeitsweg, die Eigenversorgung oder die Absicherung sozialer Anbindung und kultureller Teilhabe." Vor allem Familien mit Kindern sind auf den Wagen angewiesen: Während auf 100 Ein-Personen-Haushalte im vergangenen Jahr 57 Autos kamen, gab es rechnerisch 171,3 Pkw in 100 Vier-Personen-Haushalten.

Weniger Autos in Großstädten, mehr in anderen Flächenländern

In Großstädten sieht es ganz anders aus: In Berlin beispielsweise hat nicht einmal jeder zweite Haushalt ein Auto. In vielen anderen Flächenländern stehen aber noch mehr Autos vor dem Haus oder in der Garage als in Mecklenburg-Vorpommern. In Rheinland-Pfalz weist die Statistik für 87 Prozent der Haushalte ein oder mehrere Autos aus, im Saarland sind es 86 Prozent und in Brandenburg 83 Prozent.

Mehr Gebrauchtwagen als vor fünf Jahren

Beim Kauf geht der Trend wieder mehr in Richtung Gebrauchtwagen: Im vergangenen Jahr gab es in 436.000 Haushalten ein Auto, das gebraucht gekauft wurde. Bei der letzten Erhebung vor fünf Jahren waren es 429.000 Haushalte mit Gebrauchtwagen. Im Vergleich dazu hatten im vergangen Jahre 231.000 Haushalte (2013: 247.000) ihre Autos fabrikneu gekauft. 

Daten von landesweit 1.600 Haushalten hochgerechnet

Die Daten sind Ergebnis sogeannter Einkommens- und Verbrauchsstichproben. Alle fünf Jahre werden dabei bundesweit auf freiwilliger Basis private Haushalte unter anderem zu ihrer Ausstattung mit langlebigen Gebrauchsgütern befragt. In Mecklenburg-Vorpommern wurden die Angaben 2018 für mehr als 1.600 Privathaushalte erhoben und hochgerechnet.

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