AstraZeneca: Weitere Sonderimpfaktionen in MV

Stand: 10.04.2021 18:52 Uhr

Nach dem großen Andrang beim zusätzlichen Impfen für Menschen ab 60 Jahren gibt es in MV in sieben Impfzentren weitere solcher Aktionen: in Grevesmühlen, Neubrandenburg, Demmin, Mirow, Greifswald, Pasewalk und Wismar.

Bei Sonderaktionen in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald konnten sich am Sonnabend über 60-Jährige spontan gegen Corona impfen lassen. Zusätzliche Termine wurden in Neubrandenburg, Demmin und Mirow sowie in Greifswald und Pasewalk angeboten. In Greifswald habe es schon am Morgen einen "Riesenandrang" gegeben, sagte Anke Radlof von der Pressestelle des Landkreises. Die Ersten Impfwilligen hätten sich schon um 5:30 Uhr eingefunden, zweieinhalb Stunden vor Öffnung des Impfzentrums. Viele hätten Klappstühle und Bücher dabei, sagte sie. Die Stimmung sie "total entspannt" gewesen - trotz Wartezeiten von bis zu zwei Stunden. Geimpft wurde mit dem Wirkstoff von AstraZeneca.

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Bis zum Mittag rund 500 Menschen geimpft

Während man in Vorpommern-Greifswald ganz ohne Anmeldung zum Impfen kommen konnte, verwies die Seenplatte-Verwaltung darauf, dass man sich auch einen Termin über die Hotline reservieren kann. In Vorpommern-Greifswald waren bis zum Mittag rund 500 Menschen geimpft. Dass der Impfstoff ausgehe, sei nicht zu befürchten, sagte Radlof. Bereits am Freitag war eine Impfaktion ohne vorherige Terminvergabe in Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg) angelaufen, wo nach Angaben des Landkreises täglich bis zu 300 Menschen geimpft werden können.

Eine weitere solche Aktion ist für den 17. April in den Impfzentren in Wismar und Grevesmühlen geplant, wo nach Angaben des Kreises Nordwestmecklenburg zusammen noch einmal rund 1.000 Impfungen veranschlagt sind.

Wartezeiten einplanen und Personalausweis mitbringen

Die Verantwortlichen weisen darauf hin, dass erneut mit langen Wartezeiten unter freiem Himmel zu rechnen ist. Das Impfzentrum Grevesmühlen (Am Ploggensee 4) kann aufgrund der baulichen Gegebenheiten nur mit zwei Impfstraßen betrieben werden, die Kapazität beträgt deshalb maximal 300 Impfungen am Tag. Das Impfteam wolle im Laufe des Tages die Schlange beobachten und es Anstehenden rechtzeitig mitteilen, falls sie nicht mehr an diesem Tag berücksichtigt werden können. Impfwillige müssen mit ihrem Personalausweis nachweisen, dass sie mindestens 60 Jahre alt sind.

Impfwillige nahmen lange Wartezeiten in Kauf

An der Seenplatte waren am Karsamstag schon mehr als 960 Menschen vorrangig mit dem AstraZeneca-Impfstoff versorgt worden. In Trollenhagen bei Neubrandenburg nahmen Impfwillige bis zu dreieinhalb Stunden Wartezeit in Kauf. Im Impfzentrum Waren wurden letztlich sogar mehr als viermal so viele Frauen und Männer geimpft wie erwartet. Ähnliche Erfahrungen hat auch die Kreisverwaltung Wismar gemacht: Dort war die Impfung am Ostermontag noch um gut zwei Stunden verlängert worden, damit mehr als 900 Menschen versorgt werden konnten.

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AstraZeneca nur noch für Menschen älter als 60 Jahre

Möglich geworden sind diese Sonderimpfaktionen unter anderem durch die Empfehlung der Ständigen Impfkommission des Bundes. Die StIKo hatte empfohlen, dass AstraZeneca nur noch Menschen über 60 Jahre verabreicht wird. Bei Frauen deutlich jünger als 60 waren nach Impfungen Fälle der seltenen Hirnvenen-Thrombose aufgetreten. Da die ersten Zweitimpfungen erst im Mai anstehen, ist nun mehr Impfstoff für die Menschen, älter als 60 Jahre, da.

Wer als über 60-Jähriger die Sonderimpfungen nicht in Anspruch nehmen kann, sich aber gerne mit AstraZeneca impfen lassen möchte, kann sich auch telefonisch über die Impf-Hotline unter der Telefonnummer 0385 202 711 15 oder online registrieren lassen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 10.04.2021 | 19:00 Uhr

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