Stand: 03.09.2020 13:28 Uhr

Apfelernte in MV: Erträge sehr unterschiedlich

Eine Person pflückt in Jork Äpfel der Sorte "Jonagored". © dpa - Bildfunk Foto: Carmen Jaspersen
Im Osten Mecklenburgs und im nördlichen Vorpommern rechnen die Apfelanbauer mit unterdurchschnittlichen Erträgen.

Seestermüher Zitronenapfel, Golden Delicious oder Elstar: In Mecklenburg-Vorpommern hat die Apfelsaison begonnen. Die Anbauer blicken mit gemischten Gefühlen auf die Ernte. Die Erträge werden regional sehr unterschiedlich ausfallen. In Westmecklenburg, also auf den Plantagen in Boddin, Schwechow oder auch Dodow, sprechen die Obstbauern von einer normalen Ernte. Im Osten Mecklenburgs und im nördlichen Vorpommern sieht es schlechter aus: Hier rechnen die Apfelanbauer nur mit unterdurchschnittlichen Erträgen. Denn der Frost im März und während der Eisheiligen hat viele Blüten zerstört oder beschädigt.

Landesweit leicht unterdurchschnittliche Ernte erwartet

Die Trockenheit hat sich dagegen nicht so stark ausgewirkt wie zunächst befürchtet - das gilt für ganz Mecklenburg-Vorpommern. Der Regen in den vergangenen Tagen hat dazu geführt, dass die Äpfel noch einmal gewachsen sind. Der Verband "Mecklenburger Obst und Gemüse" schätzt, dass landesweit etwa 32.000 Tonnen Äpfel geerntet werden können. Das ist etwas weniger als im langjährigen Mittel. Dort liegt der Wert bei 34.000 Tonnen.

70 Prozent der Äpfel im Land sind Bioäpfel

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Äpfel der Sorte Finkenwerder Herbstprinz. © fotolia.com Foto: JanPhilipp

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Apfelanbauer in Mecklenburg-Vorpommern stehen bundesweit an der Spitze, wenn es um Bioäpfel geht. Kein anderes Bundesland baut so viele Bioäpfel an, hierzulande sind es etwa 70 Prozent der Gesamternte. Die meisten davon werden verarbeitet, beispielsweise zu Babynahrung, dafür werden vor allem säurearme Bioäpfel benötigt. Hierfür ist zum Beispiel der Seestermüher Zitronenapfel besonders beliebt. Bei Tafeläpfeln wurden vor allem die Sorten Elster, Braeburn oder Jonagold verkauft.

Kilopreis für Äpfel ist corona-bedingt gestiegen

Der Preis für ein Kilo Äpfel ist angestiegen, momentan sind es etwa 2,50 Euro. Das sind circa 40 Cent mehr als im vergangenen Jahr. Darauf verweist die Gesellschaft für Konsumforschung. Der Grund dafür liegt darin, dass in diesem Jahr corona-bedingt mehr Äpfel gegessen wurden als sonst.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 03.09.2020 | 07:00 Uhr

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