Stand: 30.06.2020 12:00 Uhr

Antragsfrist für Pendler-Pauschale läuft ab

Demonstrierende stehen an der deutsch-polnischen Grenze mit Schildern in der Hand auf  Kreidemarkierungen. © ndr.de Foto: Christopher Niemann
Während der Grenzschließungen hatten an der polnnischen Grenze in viele Arbeitnehmer demonstriert.

Bis Dienstag um Mitternacht konnten Pendler aus Polen, die in Deutschland arbeiten und während der Einreisebeschränkungen und Quarantäneregelungen hier in Mecklenburg-Vorpommern geblieben sind, eine finanzielle Unterstützung beantragen. Damit sollen die Mehrkosten, die in dieser Zeit für Unterkunft und Verpflegung angefallen sind, ausgeglichen werden. Das Land zahlt für jeden Tag, den sie während der Corona-bedingten Grenzschließung in Deutschland geblieben sind, 65 Euro.

Bislang nur wenige Anträge

Die deutsch-polnische Grenze ist seit mehr als zwei Wochen wieder geöffnet, die Pauschale kann jedoch rückwirkend beantragt werden. Allerdings haben nur wenige Arbeitgeber die Pauschale für ihre Mitarbeiter beantragt. Nach Auskunft der Landesregierung wurde die Pauschale bislang für etwas mehr als die Hälfte der 4.000 Betroffenen beantragt. Bislang sind nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales 2.441 Anträge eingegangen und auch fast alle bewilligt worden, hieß es. Außerdem haben den Angaben zufolge 169 Familienangehörige polnischer Pendler eine Unterstützung in Höhe von 20 Euro pro Tag erhalten.

Zeitarbeiter haben häufig nach Nachsehen

Antragsberechtigt waren Polen, die einer versicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigung in Mecklenburg-Vorpommern nachgehen. Ausgenommen waren Beschäftigte auf Minijob-Basis sowie Mitarbeiter polnischer Unternehmen, die in Mecklenburg-Vorpommern nur als Zeitarbeiter tätig waren. Unklar ist dennoch, warum nicht mehr Arbeitgeber Hilfen für ihre Angestellten beantragt haben. Die IG Metall geht davon aus, dass unter anderem viele Zeitarbeitsfirmen keine Anträge für ihre Mitarbeiter gestellt haben, genaue Zahlen liegen jedoch nicht vor. Hintergrund dessen ist, dass die Zahlung der Pauschale von den Firmen zunächst vorfinanziert werden muss. Vielen Unternehmen fehle es offenbar an Finanzkraft.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 30.06.2020 | 12:00 Uhr

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