Stand: 06.02.2020 23:00 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Am Freitag keine Warnstreiks im Nahverkehr

Mitarbeiter der Rostocker Verkehrsbetriebe streiken vor dem Straßenbahn-Depot. © ndr.de Foto: Jürn-Jakob Gericke
Im öffentlichen Nahverkehr des Landkreises Vorpommern-Rügen und in Greifswald gibt es auch heute Arbeitsniederlegungen. (Archivbild)

Die Warnstreiks von Busfahrern in Mecklenburg-Vorpommern sind auch am Donnerstag weitergegangen. Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di waren die Busfahrer der kommunalen Unternehmen im Kreis Vorpommern-Rügen und in Greifswald zum Ausstand aufgerufen. Betroffen waren Beschäftigte der Verkehrsbetriebe Greifswald (VBG) und die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR). Die Warnstreiks haben mit Dienstbeginn begonnen und endeten mit dem Ende des Betriebstages. Zudem teilte ver.di mit, dass am Freitag, dem letzten Tag vor den Ferien, keine Warnstreiks stattfinden werden.

8.000 Schüler im Kreis betroffen

Rund 8.000 Schüler waren im Landkreis Vorpommern-Rügen betroffen, sagte ein VVR-Sprecher. In Greifswald soll der Schülerverkehr abgesichert werden. Schüler, die wegen des Streiks zu spät oder gar nicht zur Schule gekommen sind, gelten laut Bildungsministerium als entschuldigt.

Kaum Alternativen zum Busverkehr

Am Dienstag und Mittwoch hatten die kommunalen Verkehrsbetriebe an der Mecklenburgischen Seenplatte gestreikt. An dem Ausstand beteiligten sich 72 Mitarbeiter der Mecklenburg-Vorpommerschen Verkehrsgesellschaft (MVVG), hieß es. Betroffen waren die Standorte Waren und Röbel, wo 90 Prozent der Busse stehenblieben, sowie Stavenhagen/Demmin, wo etwa die Hälfte der Fahrten ausfiel. Im Altkreis Mecklenburg-Strelitz konnte die MVVG nach eigenen Angaben den Schülertransport meist absichern. Es gab aber trotzdem eine große Zahl an Beschwerden von Eltern, da die Kinder wenige Tage vor den Ferien nur schwer zu den Schulen kamen. 85 Prozent der Fahrgäste an der Seenplatte sind laut MVVG Schüler. Die Region ist mit rund 5500 Quadratkilometern doppelt so groß wie das Saarland. Alternativen zum Busverkehr, wie etwa Züge, gibt es kaum.

Warnstreiks vor zwei Wochen begonnen

Die Gewerkschaft setzt damit die Reihe von Warnstreiks fort, die vor mehr als zwei Wochen begonnen hatte. Die Arbeitgeberseite hatte in dem Tarifkonflikt zuletzt 70 Euro mehr pro Monat für dieses Jahr und noch einmal monatlich 40 Euro mehr ab 2021 für die Beschäftigten angeboten - mit einer Laufzeit von zwei Jahren. Das lehnte die Gewerkschaft ab.

Nächste Verhandlungsrunde am 17. Februar

Ver.di fordert unter anderem eine Erhöhung der Löhne und Gehälter für Bus- und Straßenbahnfahrer um 2,06 Euro pro Stunde und einen Angleichungsschritt an andere Tarifgebiete von 100 Euro monatlich. Die Verhandlungen für rund 1.900 Beschäftigte des öffentlichen Nahverkehrs in Mecklenburg-Vorpommern sollen am 17. Februar fortgesetzt werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 06.02.2020 | 06:00 Uhr

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