Auf Stühlen bei einer Wahlkampfveranstaltung der AfD liegen Fähnchen mit dem Parteilogo. © dpa - Bildfunk Foto: Peter Steffen

AfD in MV kürt 23 Kandidaten für die Landesliste

Stand: 21.06.2021 06:28 Uhr

Die AfD beendet ihren Landeswahltag in Wittenburg am Sonntag mit Kandidaten für 23 Listenplätzen. Damit ist die Landesliste kürzer als geplant.

Nach dem Wahltag mit nur zehn besetzten Listenplätzen Mitte Mai war die Aufgabe für dieses Wochenende klar: die stimmberechtigten Mitglieder mussten die Liste vervollständigen - 30 Kandidaten zur Landtagswahl sollten insgesamt auf dieser Liste für die Landtagswahl stehen. Doch schon am Sonnabend zeichnete sich ab, dass das nicht ganz einfach wird: Nach der Diskussion und der Wahl für den Listenplatz 13 ging der erste Tag der Zusammenkunft zuende.

Schwierige Einigung: 23 Kandidaten gewählt

Am Sonntag dann die Fortsetzung: Die Zahl der anwesenden Mitglieder beim Parteitag hatte sich halbiert - statt wie am Sonnabend 200 waren nur noch 100 AfD-Parteimitglieder im Alpin-Center in Wittenburg dabei. Schließlich hatten sie bis zum Ende des Tages 23 Kandidaten bestimmt, geplant war, 30 Kandidaten zu küren. Mehr Plätze zu wählen sei zeitlich nicht möglich gewesen, sagte ein Sprecher der AfD. Außerdem setze die Partei auf Direktmandate zum Einzug in den Landtag, die haben Vorrang vor der der Landesliste.

Richtungsdebatte im Mai in Kemnitz

Bei einer ersten Zusammenkunft der AfD in Vorbereitung auf die Landtagswahl in Kemnitz bei Greifswald Mitte Mai war es nicht gelungen, alle Plätze für die Landesliste zu besetzen. Dieser Parteitag musste ohne eine vollständige Liste beendet werden, weil sich wegen eines Streits um die Ausrichtung der AfD der Wahlvorgang zeitlich nach hinten verschoben hatte. Bei der Fortsetzung an diesem Wochenende in Wittenburg gab es keine Probleme, die Mitglieder sprachen von einer guten Stimmung in der Skihalle. In seiner Eröffnungsrede hatte Landessprecher Leif-Erik Holm die Mitglieder zunächst auf die Themen im Wahlkampf eingeschworen. Wichtig sind laut Holm vor allem die Unterstützung des Mittelstandes und die Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern.

AfD holte vor fünf Jahren 20,8 Prozent

Anders als andere Parteien bestimmt die AfD über Personen und Kurs nicht auf Delegiertenparteitagen, sondern in Mitgliederversammlungen. Bei der Landtagswahl 2016 war die AfD mit 18 Abgeordneten in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern eingezogen. Vor fünf Jahren holte die Partei 20,8 Prozent der Stimmen und wurde zweitstärkste Kraft. Könnte die AfD in diesem Jahr auf ein ähnliches Ergebnis kommen, könnte sie zumindet genug Personal für alle Landtagsmandate aufbieten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 19.06.2021 | 18:00 Uhr

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