Stand: 20.01.2018 16:03 Uhr

AfD-Aussteiger gründen neue Partei

Knapp vier Monate nach der Abspaltung von der AfD haben Politiker um den Landtagsabgeordneten Bernhard Wildt eine neue Partei gegründet. Zur Gründungsversammlung der "Bürger für Mecklenburg-Vorpommern" (BMV) sind am Sonnabend 20 Männer und Frauen nach Hanshagen bei Greifswald gekommen. Zum ersten Vorsitzenden wurde der Unternehmer Michael Bertram aus Lubmin gewählt.

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Ralf Borschke, Matthias Manthei, Bernhard Wildt und Christel Weißig hatten im Herbst die AfD-Fraktion verlassen.
Gute Kontakte zur CDU - Vorbild: CSU

Vorbild für die Bürger für Mecklenburg Vorpommern ist die bayerische CSU. Als regionale Partei habe sie es geschafft, deutschlandweit Akzente zu setzen, sagte der Landtagsabgeordnete Wildt. Zur Landes-CDU gebe es zwar gute Kontakte, allerdings könne eine starke regionale Partei wie die BMV Landesthemen bundesweit ganz anders in den Fokus rücken, als es große Parteien können.

Konstruktive Politik mit Landes-Fokus

Wildt hatte im Herbst zusammen mit drei weiteren Politikern die AfD-Fraktion im Schweriner Landtag verlassen und die BMV-Fraktion gegründet. Im Gespräch mit NDR 1 Radio MV sagte Wildt, die neue Partei wolle konservative und sachorientierte Politik machen: "Das Wichtigste ist, dass wir uns auf Mecklenburg-Vorpommern konzentrieren." Wildt betonte, man wolle konstruktive Politik machen und nicht nur Protest auf die Straße bringen.

Deutliche Abgrenzung zur AfD

Auch wenn sich einige Inhalte ähneln, wollen sich die Bürger für Mecklenburg-Vorpommern deutlich von der AfD unterscheiden. 2013 hätten die vier BMV-Fraktionsmitglieder die AfD mitgegründet, um sich für mehr Demokratie und mehr Bürgerbeteiligung einzusetzen. Davon habe sich die AfD inzwischen "vollkommen entfernt", so Wildt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 20.01.2018 | 16:00 Uhr

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