Ein Ortschild mit der plattdeutschen Version von Dömitz, Doems © Colourbox Foto: hoch2wo photo & design,

Ab sofort möglich: Plattdeutsche Zusatz-Ortsschilder in MV

Stand: 30.01.2020 15:46 Uhr

"Greifswald" und "Griepswold", "Grevesmühlen" und "Grevsmoehlen": In allen Gemeinden Mecklenburg-Vorpommerna können die Ortsnamen auf den Ortseingangsschildern ab sofort auch auf plattdeutsch ausgewiesen werden.

Mit Zusatzschildern am Ortseingang können Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern ab sofort auch die plattdeutsche Ortsbezeichnung publik machen. Ein entsprechendes Schreiben hat das Infrastrukturministerium erlassen. Die betreffenden Schilder sollen demnach mit blauer Schrift und weißem Untergrund blau gerahmt sein. Darauf könnte dann beispielsweise in Greifswald "Griepswold" stehen oder "Ueckermünn" in Ueckermünde, "Grevsmoehlen" in Grevesmühlen sowie "Stemhagen" in Stavenhagen.

Platt im Alltag sichtbarer machen

Mit der Regelung solle das Plattdeutsche wieder im Alltag sichtbarer werden, begründete die Landesregierung diese neue Regelung. An den Ortseingangsschildern muss das Schild von den Gemeinden unterhalb der bereits vorhandenen gelben Tafeln angebracht werden. Andere Bundesländer sind in der Frage noch einen Schritt weiter gegangen. In Niedersachsen und Schleswig-Holstein steht der plattdeutsche Name nicht auf einem Zusatzschild sondern direkt unter dem hochdeutschen Namen. Genau so ist es auch in der Lausitz geregelt mit deutschen und sorbischen Ortsnamen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 30.01.2020 | 09:00 Uhr

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