Stand: 09.08.2019 11:39 Uhr

Aalaktie: Angler aktiv beim Artenschutz

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Aus den Einnahmen kauft der Landesanglerverband Jungaale, die in den Gewässern im Nordosten ausgesetzt werden.

Der europäische Aal ist einer der beliebtesten Speisefische Mecklenburg-Vorpommerns. Doch die Art ist vom Aussterben bedroht. Deshalb steht der Aal seit nunmehr zehn Jahren unter Schutz. Seit 2011 engagiert sich auch der Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern (LAV MV) für den Erhalt des europäischen Aals. Die sogenannte Aalaktie soll dabei helfen. Wer sie kauft, investiert in die Rettung des selten gewordenen Fisches, so der LAV MV.

Ein Blech voller geräucherter Aale

Aal ist vom Aussterben bedroht

Nordmagazin -

Der Aal-Bestand ist dramatisch gesunken - im Vergleich zu den 50er-Jahren um 99 Prozent. Die Europäische Union hat nun ein dreimonatiges Fangverbot beschlossen.

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Aktienkauf wieder deutlich angestiegen

In diesem Jahr ist der Aktienkauf wieder deutlich angestiegen. Schon jetzt liegt er über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Entscheidenden Anteil daran haben die Angler des Regionalverbandes Altentreptow und ein Schweriner Unternehmen. Sie kauften zusammen Aktien für mehr als 5.000 Euro. Der Mindestbetrag für die Aalaktie liegt bei zehn Euro. Bisher sind so rund 30.000 Euro zusammen gekommen - ein Drittel davon allerdings schon in den Anfangsjahren.

Jungfische werden gekauft und ausgesetzt

Das eingenommene Geld investiert der Landesanglerverband in den Ankauf von Glasaalen, den Jungfischen. Diese werden dann in den Seen und Flüssen in Mecklenburg-Vorpommern ausgesetzt. So hat die Aktie einen Anteil daran, dass sich die Bestände des europäischen Aals wieder leicht erholt haben. Vor allem aber ist die positive Entwicklung dem Export-Verbot für Glasaale zu verdanken. Geschmuggelt werden die in Asien geliebten Jungaale allerdings noch immer. In den vergangenen 50 Jahren ist der Bestand an Aalen um deutlich mehr als 90 Prozent zurück gegangen, sagen Experten.

Fischer verfolgen andere Strategie

Die Fischer verfolgen, was den Erhalt des Aales betrifft, ihre eigene Strategie. Die Müritzfischer aus Waren beispielsweise lassen die Glasaale in beheizten und mit Sauerstoff angereicherten Aufzuchtbecken wachsen und setzen diese erst dann an geschützten Stellen der heimischen Gewässer aus.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 09.08.2019 | 12:00 Uhr

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