Stand: 04.12.2019 15:07 Uhr  - NDR 1 Radio MV

"AIDAmira": Erste Kreuzfahrt erst kurz vor Weihnachten

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Die erste Kreuzfahrt der "AIDAmira" lässt weiter auf sich warten. (Archivbild)

Die Rostocker Reederei AIDA Cruises hat die erste Reise ihres jüngsten Kreuzfahrtschiffes "AIDAmira" erneut verschoben. Die für heute geplante Fahrt nach Südafrika wurde abgesagt. "Wir sind mit den Arbeiten auf diesem Schiff nicht so weit vorangekommen, dass wir die AIDA-Standards für die Reise nach Südafrika zu 100 Prozent gewährleisten können", erklärte AIDA-Sprecher Hansjörg Kunze im Interview mit NDR 1 Radio MV. Nun soll das 216 Meter lange Schiff erst kurz vor Weihnachten in Südafrika zur ersten Reise mit Gästen an Bord in See stechen. Die Reederei hatte bereits eine im Anschluss an die Taufe am Wochenende anberaumte Kurzreise stornieren müssen.

Erste Reise der "AIDAmira" erneut verschoben

Nordmagazin -

Die Rostocker Reederei AIDA Cruises hat die geplante Fahrt der "AIDAmira" nach Südafrika abgesagt. Für die Passagiere ist das ein Desaster. AIDA-Sprecher Hansjörg Kunze im Gespräch.

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Sintflutartiger Regen bei Werftaufenthalt

Als Grund für die Komplikationen nannte AIDA Schwierigkeiten beim Umbau des Schiffs: "Wir waren vier Wochen in einer Werft in Genua. Drei von den vier Wochen waren durch sintflutartige Niederschläge gekennzeichnet, sodass wir die Arbeiten besonders in den Außenbereichen nicht beenden konnten", erklärte Kunze. Deshalb habe sich die Reederei dazu entschieden, enttäuschte Gäste in Kauf zu nehmen. "Aber wir brauchen jetzt einfach noch drei Wochen mit technischen Verbesserungen und viel Arbeit." Dabei sollen auch die Wasserver- und -entsorgung sowie die elektrischen Systeme auf Herz und Nieren geprüft werden.

AIDA weist Kritik an knappem Zeitplan zurück

Dass der Zeitplan von vornherein zu knapp kalkuliert gewesen sei, wie Kritiker monierten, wies Kunze zurück. "Kreuzfahrt ist ein sehr komplexes Produkt. Bei dieser Einschätzung ist es ein bisschen so wie bei der Nationalmannschaft: Da gibt es dann ganz viele Experten." Die vom Ausfall der viertägigen Kurzreise betroffenen Urlauber in Palma de Mallorca hätten zu 90 Prozent das Angebot der Reederei, an Bord zu bleiben, angenommen. "Sie haben Ausflüge gemacht und die Restaurants besucht", so Kunze.

Individuelle Lösungen für betroffenen Passagiere

Bei den Entschädigungen für die ausgefallenen Fahrten will AIDA mit den Betroffenen individuell nach Lösungen suchen. Der Ticketpreis werde zurückerstattet, Reisende sollen Alternativfahrten in die Karibik und nach Südostasien angeboten bekommen. "Wir versuchen, jetzt alle so gut wie möglich unterzubringen, damit sie noch ihren Urlaub bekommen", so Kunze. Am 23. Dezember soll die "AIDAmira" dann endlich von Kapstadt aus in See stechen - mit Gästen an Bord.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 02.12.2019 | 17:20 Uhr

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