Stand: 15.10.2018 07:19 Uhr

A20-Loch: Baustart für die Behelfsbrücke

Um das Loch der Autobahn 20 bei Tribsees zu schließen, hat am Vormittag die Montage der Behelfsbrücke begonnen. Voraussichtlich ab Dezember soll der Verkehr dann wieder auf einer Spur pro Richtung rollen. In den kommenden Wochen werden insgesamt 81 tonnenschwere Einzelsegmente zu einer 773 Meter langen Brücke zusammengesetzt. Sie lagern auf 301 Betonpfeilern, die in den vergangenen Monaten in den moorigen Untergrund gerammt worden waren.

A20: Die Behelfsbrücke wird montiert

Brückenelemente aus den Niederlanden

Die Brückenelemente wurden in den Niederlanden produziert. Sie werden nun Nacht für Nacht nach Tribsees transportiert. Jeweils drei Brückenteile nebeneinander gelegt, ergeben eine Fahrbahnbreite von 7,5 Metern. Die Gesamtkosten für diese Übergangslösung - die provisorische Brücke ist gemietet - betragen etwa 50 Millionen Euro.

Entlastung für umliegende Ortschaften

Rollt der Verkehr dann ab Dezember über die Brücke, sind die Orte Langsdorf und Böhlendorf vom Umleitungsverkehr befreit. "Diesen Tag werden wir feierlich begehen - der Tag der Befreiung", sagte der Bürgermeister von Langsdorf, Hartmut Kolschewski. Doch ein bisschen lauter als früher könnte es schon werden, schränkt Ronald Normann, der Abteilungsleiter Autobahnen im Landesamt für Straßenbau und Verkehr, ein.

Denn immer wenn Autos über die Behelfsbrücke fahren, werde es "klack, klack, klack" machen. Ob angesichts dieser Lärmbelastung das veranschlagte Tempo 60 zu halten sein wird, scheint fraglich. Wenn nicht, müssten die Autos und Laster halt langsamer fahren.

Komplettsanierung könnte 2022 abgeschlossen sein

Nach der Inbetriebnahme der Brücke sollen in einem weiteren Schritt die Bauarbeiten für die restliche Sanierung der havarierten Stelle beginnen. Voraussichtlich 2022 soll die Autobahn dann wieder komplett befahrbar sein. Das A20-Teilstück war vor einem Jahr im morastigen Boden eingebrochen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 15.10.2018 | 08:00 Uhr

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