Stand: 13.03.2018 12:56 Uhr

A-20-Umleitung: Rund 300 Temposünder am Tag

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Seit Ende 2017 werden von den zwei neu installierten Blitzersäulen rund 300 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert - pro Tag.

Die Kreisverwaltung Vorpommern-Rügen stellt vorübergehend acht zusätzliche Mitarbeiter ein. Sie sollen das hohe Aufkommen von Verstößen gegen die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der A-20-Umleitung bearbeiten. Nach Angaben der Kreisverwaltung überschreiten täglich bis zu 300 Autofahrer das Tempolimit.

Ein Tempo-30-Schild

A-20-Umleitung: Täglich rund 300 Temposünder

Nordmagazin -

Täglich überschreiten bis zu 300 Autofahrer das vorgeschriebene Tempolimit auf der A-20-Umleitung. Der Landkreis hat wegen der vielen Blitzer-Bilder acht neue Mitarbeiter eingestellt.

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Seit Dezember wird geblitzt

Die Geschwindigkeit in den Orten Langsdorf und Böhlendorf wurde auf 30 Kilometer pro Stunde herabgesetzt, um die Anwohner unter anderem vor dem Verkehrslärm zu schützen. Trotz Hinweisschildern an den Ortseingängen, die auf die Radarkontrollen aufmerksam machen, lösen die beiden Blitzersäulen etwa 250 bis 300 Mal täglich aus.

Fotoflut: Fluch und Segen zugleich?

Für die betroffenen Gemeinden bedeutet dies eine Menge Arbeit. Ordnungswidrigkeiten oder Bußgeldverfahren müssen eröffnet, Geldeingänge geprüft, etwaige Widersprüche bearbeitet und in manchen Fällen Gerichtsverfahren eingeleitet werden.

Autobahn 20: Wenn eine Straße im Boden versinkt

Bei etwa 300 Verfahren pro Tag kommen auf die acht vorübergehend angestellten Sachbearbeiter jeweils etwa 38 Fälle. Bei kleinen Geschwindigkeitsübertretungen und einem Bußgeld von 15 Euro spülen diese Verfahren jedoch auch rund 4.500 Euro täglich in die Kreiskasse.

Kreis rechnet mit zwei Millionen Euro jährlich

Sowohl Landrat als auch Kreissprecher betonen, es gehe dem Landkreis nicht in erster Linie darum, mehr Einnahmen zu erzielen, sondern vor allem um den Schutz der Anwohner vor Lärm und Abgasen. Ausgehend von den bisherigen Verfahren, rechnet der Kreis bis Ende des Jahres mit Ordnungswidrigkeiten und Bußgeldern in Höhe von etwa zwei Millionen Euro.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 13.03.2018 | 16:10 Uhr

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