Stand: 19.02.2018 17:39 Uhr

A 20: Rückbau in kleinen Schritten

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An der abgesackten A 20 stehen Bagger (links) für den Rückbau bereit.

An der Autobahn 20 bei Tribsees (Landkreis Vorpommern-Rügen) sind die Vorbereitungen zum Abriss der beschädigten Fahrbahn angelaufen. Ein Bagger habe an der Treebeltalbrücke mit dem Rückbau des Straßendammes begonnen, teilte das Verkehrsministerium in Schwerin am Montag mit. Gleichzeitig sollen sämtliche Schutzplanken abmontiert werden.

Pegel: Rückbau kann Anfang April beginnen

Weitere Baufahrzeuge schnitten den Asphalt in etwa ein Quadratmeter große Teile, um ihn in den kommenden Tagen abzutragen. Auch die darunter liegenden Schichten werden weggenommen. Diese Maßnahmen sollen Zufahrtsmöglichkeiten schaffen für den später folgenden Rückbau des abgesackten Damms, wie Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) sagte, der sich am Montagnachmittag vor Ort ein Bild von der Lage machte. "Wir gehen davon aus, dass mit dem Rückbau Anfang April begonnen werden kann", so Pegel weiter.

Autobahn 20: Wenn eine Straße im Boden versinkt

Umleitungsstrecke: Noch immer fehlt ein Grundstück

Derweil laufen die Arbeiten an der geplanten Umleitungsstrecke kurz vor dem Ort Langsdorf weiter. Die geplante Trasse ist komplett freigelegt worden, sämtliche Bäume und Sträucher wurden entfernt. Allerdings steht für ein Grundstück, über das die Umleitung führen soll, nach wie vor die Baufreigabe aus. Wie es hieß, hat sich der Eigentümer bislang nicht gemeldet. Zwei Anschreiben seien bisher unbeantwortet geblieben. Das Straßenbauamt ist aber noch unbesorgt: Es könne so oder so frühestens im Sommer begonnen werden. Gibt es die Zusage und läuft alles nach Plan, könnte die Umleitung zum Jahreswechsel fertig sein, wie es hieß.

Pegel rechnet mit Kosten in Höhe von 150 Millionen Euro

Verkehrsminister Pegel geht nach wie vor davon aus, dass der Verkehr auf der A 20 frühestens im Jahr 2021 wieder rollen wird. Bau und Planung müssten europaweit ausgeschrieben werden. Die Gesamtkosten, die zum Großteil vom Bund getragen werden, gibt der Minister mit maximal 150 Millionen Euro an.

Metertiefes Loch in der Autobahn

Auf der Autobahn 20 bei Tribsees waren im vergangenen Jahr mehrere Meter Asphalt abgesackt. Ende September entstand auf der Fahrspur in Richtung Rostock ein Loch von etwa 10 Metern Breite, 40 Metern Länge und durchschnittlich 2,50 Meter Tiefe. Das Loch breitete sich immer weiter aus, bis im Februar 2018 auch die Gegenfahrbahn absackte.

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Bei Tribsees ist die A 20 in beiden Richtungen auf 100 Metern Länge abgesackt und unbefahrbar. Die Vorbereitungen für den Abriss der Fahrbahn haben begonnen. Video (01:34 min)

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Das Loch auf der A 20 bei Tribsees wächst weiter: Nach der Fahrbahn in Richtung Rostock ist nun auch die Gegenfahrbahn weggesackt. Experten hatten damit gerechnet. (12.02.2018) mehr

Pegel: "Schütten hier nicht nur ein Loch zu"

Die A 20 wird nach Meinung von Verkehrsminister Pegel wohl erst 2021 wieder befahrbar sein. Bei einer IHK-Veranstaltung brachte Pegel Anreize für schnellere Planungs- und Bauzeiten ins Gespräch. (23.01.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 19.02.2018 | 17:00 Uhr

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