53.000 zusätzliche Impfungen in den nächsten zehn Tagen

Stand: 09.04.2021 19:16 Uhr

In Mecklenburg-Vorpommern sollen in den kommenden acht Tagen 53.000 zusätzliche Dosen des Corona-Impfstoffs AstraZeneca verimpft werden. Das sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Freitag nach dem Impf-Gipfel mit Kommunen und Wissenschaftlern.

Mecklenburg-Vorpommern will bei den Corona-Impfungen wieder mehr Fahrt aufnehmen. Das hat Ministerpräsidentin Schwesig (SPD) nach einem sogenannten Impf-Gipfel in Schwerin angekündigt. Es gehe nicht um eine Statistik oder um Zahlen, sagte Schwesig. "Jede Impfdose ist ein zusätzlicher Schutz für die Bevölkerung." Hauptziel müsse es sein, die vorhandenen Impfdosen zügig zu verimpfen und so schnell wie möglich die Bevölkerung zu schützen. "Wir haben den Impfstoff und unsere Bevölkerung hat ein Recht darauf, dass dieser Impfstoff so zügig wie möglich verimpft wird.."

Impfungen für alle ab 60 Jahren

In einigen Regionen wie der Landeshauptstadt Schwerin sei es bereits gelungen, alle Impfdosen zu verimpfen. Andere Landkreise und auch die Stadt Rostock benötigten mehr Zeit, so Schwesig. Die Landesregierung und die Landkreise haben sich laut Schwesig darauf verständigt, dass bis zum 18. April 53.000 AstraZeneka-Dosen zusätzlich in Mecklenburg-Vorpommern verimpft werden. Die Impfungen seien auch möglich für Menschen ab 60 Jahren bei allen Hausärzten und in den Impfzentren, so Schwesig. Sie rief dazu auf, die Impffrequenz zu erhöhen, unter anderem durch Sonderaktionen für Menschen ab 60 Jahre, die auch ohne Anmeldung eine Spritze erhalten sollen.

Landkreise unterschiedlich weit mit Impf-Kampagne

Nach Angaben von Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) sind in Schwerin aktuell nur noch 660 Impfdosen und in Vorpommern-Rügen lediglich 350 Impfdosen ungenutzt. In Rostock wiederum seien es noch 5.770 und in Vorpommern-Greifswald 3.980. Ein Großteil des AstraZeneca-Impfstoffs solle auch durch die Hausärzte verabreicht werden. 1.700 Arztpraxen beteiligen sich laut Glawe an der Impf-Kampagne. Ziel sei es, so Glawe "den Impfberg bis zum 18. April abzubauen."

Hilfe von der Bundeswehr

In den kommenden drei Monaten erwartet Glawe weitere 1,5 Millionen Impfdosen für Mecklenburg-Vorpommern. Schwesig sagte, sie habe Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) um Unterstützung durch Bundeswehr-Soldatinnen und Soldaten gebeten. "Unser Ziel ist es, dass wir zukünftig auch mobile Teams der Bundeswehr einsetzen können, insbesondere in der Fläche." Das Land werde auch auf weitere Impfstoffe setzen, ergänzte Schwesig.

Option auf Sputnik V

Sie freue sich, dass es die Möglichkeit gab, eine Option für den russischen Impfstoff Sputnik V abzuschließen. Kritik an diesem Sonderweg wies sie zurück. Sie habe mehrfach gebeten, auch in Konferenzen mit der Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen (CDU), dass die EU und auch Deutschland dafür sorgen, dass weitere Impfstoffe, die möglicherweise zugelassen werden, optioniert werden. Das würde bedeuten, das Land nehme ganz klar Impfstoff ab wenn er zugelassen ist. "Wenn man frühzeitig optioniert, hat man auch früher den Impfstoff." Beim Biontech-Impfstoff sei der Fehler gemacht worden, dass sowohl die EU als auch Deutschland nicht darauf geachtet haben, dass frühzeitig die Option gezogen wurden.

Weitere Informationen
Autos fahren nach Beginn der nächtlichen Ausgangssperre über die Kreuzung Glockengießerwall/Ballindamm an der Binnenalster.

Coronavirus-Blog: Hamburger dürfen wieder nachts raus

Die nächtliche Ausgangsbeschränkung ist aufgehoben. Sie galt seit Karfreitag zwischen 21 und 5 Uhr. Mehr News von Dienstag im Blog. mehr

Die Innenstadt von Schwerin ist wie ausgestorben © NDR Foto: Henning Strüber

Fragen und Antworten: Die aktuellen Corona-Regeln in MV

Alles, was Sie über die geltenden Corona-Einschränkungen in Mecklenburg-Vorpommern wissen müssen. mehr

 

Weitere Informationen
Autos fahren nach Beginn der nächtlichen Ausgangssperre über die Kreuzung Glockengießerwall/Ballindamm an der Binnenalster.

Coronavirus-Blog: Hamburger dürfen wieder nachts raus

Die nächtliche Ausgangsbeschränkung ist aufgehoben. Sie galt seit Karfreitag zwischen 21 und 5 Uhr. Mehr News von Dienstag im Blog. mehr

Behandschuhte Hände haöten einen Corona-Schnelltest. © picture alliance/dpa Foto: Sina Schuldt

Corona: Fragen und Antworten zu Schnelltests und Selbsttests

Ob fürs Einkaufen, bei der Arbeit oder in der Schule: Corona-Schnelltests spielen in der Pandemie eine immer größere Rolle. mehr

Corona in MV
Jacken und Rucksäcke von Kindern hängen an einer Garderobe. © imago/Thomas Müller

Corona in MV: Öffnungen für Schulen, Gastronomie und Tourismus

Am 17. Mai öffnen die Schulen und Kitas. Danach folgen Gastronomie, Einzelhandel, körpernahe Dienstleistungen und Hotels. mehr

Eine Pflegekraft versorgt einen Patienten auf der Coronoa-Isolierstation in Ueckermünde. © NDR

"Außer Atem" – Eine Woche auf der Corona-Station Ueckermünde

Das AMEOS Klinikum ist inzwischen auf Covid-19-Patienten eingestellt. Es gibt eine Isolierstation für bis zu 20 Patienten. mehr

7-Tage-Inzidenzkarte für Mecklenburg-Vorpommern vom 11. Mai 2021

Corona in MV: 286 Neuinfektionen, vier weitere Todesfälle

Der Landesinzidenzwert liegt bei 77,7. Die meisten Neuinfektionen gibt es im Kreis Mecklenburgische Seenplatte. mehr

Diskussion um Grenzkontrollen im Osten © DPA Bildfunk Foto: Patrick Pleul

Polen ist kein Hochinzidenzgebiet mehr

Für Pendler und Reisende ändern sich die Corona-Regeln aber erst in zehn Tagen. mehr

Service
Smartphone Telefon-Tastatur. © iStockphoto Foto: Krystian Nawrockii

Bürgertelefone zum Coronavirus

Ministerien, Behörden und Verbände in Mecklenburg-Vorpommern haben Bürgertelefone und Hotlines für Fragen zum Coronavirus geschaltet. Hier finden Sie eine Übersicht. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 09.04.2021 | 06:02 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Jacken und Rucksäcke von Kindern hängen an einer Garderobe. © imago/Thomas Müller

Corona in MV: Öffnungen für Schulen, Gastronomie und Tourismus

Am 17. Mai öffnen die Schulen und Kitas. Danach folgen Gastronomie, Einzelhandel, körpernahe Dienstleistungen und Hotels. mehr