Stand: 06.12.2019 16:33 Uhr  - NDR 1 Radio MV

33.000 Sandsäcke für den Küstenschutz vor Lubmin

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Strandaufspülungen an dieser schmalen Stelle vor Lubmin hatten sich als wenig nachhaltig erwiesen.

Für den Küstenschutz an der Ostsee werden in Lubmin bei Greifswald (Landkreis Vorpommern-Greifswald) in den kommenden Wochen insgesamt 33.000 Sandsäcke verbaut. Die Erneuerung der Uferbefestigung ist notwendig, weil ihr die Stürme der vergangenen Jahre stark zugesetzt haben.

Zwei Kilometer "Geotextilwall" für Lubmin

Die Sandsäcke sollen wie ein massives Fundament im hinteren Bereich der Düne aufgestapelt werden und der Küstenschutzanlage bei Sturm und Hochwasser mehr Stabilität geben. Der sogenannte "Geotextilwall" wird auf einer Länge von knapp zwei Kilometern entlang der Ortschaft Lubmin errichtet.

Küstenschutz: 33.000 Sandsäcke für Lubmin

Nordmagazin -

Um den Schutz vor Stürmen zu verbessern, werden 1,8 Kilometer Küste vor Lubmin mit Sandsäcken befestigt: 33.000 Stück sollen einen sogenannten Geotextilwall bilden.

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Strandaufspülungen zeigten wenig Wirkung

Bisher war in der Gemeinde am Greifswalder Bodden nur mit reinen Strandaufspülungen gearbeitet worden, die immer wieder Sturm und Wellen zum Opfer fielen. Weil der Strand relativ schmal ist, hat sich das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) zu dieser Maßnahme entschlossen. Die Kosten für das Projekt werden auf rund 2,2 Millionen Euro beziffert und vom Land Mecklenburg-Vorpommern getragen.

Sturm-Hochwasser und Stürme nagen an Inseln

Auch Usedom, Hiddensee und Rügen waren in den vergangenen Jahren schwer von Sturm-Hochwassern betroffen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hatte aufgrund der Sturm-Schäden an der Ostseeküste angekündigt, rund zehn Millionen Euro in den Küstenschutz an der Ostsee zu investieren. In Zempin, der schmalsten Stelle Usedoms, wurde damit begonnen, rund 500.000 Kubikmeter Sand neu aufzuspülen. Bis März 2020 sollen die so aufgestockten Dünen bepflanzt und eingezäunt werden. Auch Hiddensee wurde zwischen Vitte und Kloster mit ingesamt 300.000 Kubikmetern Sand aufgespült. Für rund fünf Millionen Euro werden außerdem seit dem vergangenen Herbst rund 10.000 alte Kieferholz-Buhnen durch neue aus Eukalyptusholz ersetzt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 06.12.2019 | 16:00 Uhr

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