2G-Regeln gelten in Kreisen Rostock und Vorpommern-Rügen

Stand: 17.11.2021 16:20 Uhr

Zuletzt haben die Corona-Infektionen und in der Folge die Krankenhauseinweisungen in Mecklenburg-Vorpommern stark zugenommen. In zwei Kreisen greifen nun erstmals die Regeln der nachgeschärften Corona-Ampel.

In den Landkreisen Rostock und Vorpommern-Rügen gelten von heute an neue Corona-Beschränkungen. Es greift die 2G-Regel in vielen öffentlichen Bereichen. Das gilt unter anderem für Gaststätten, im Kino und dem Theater, in Ausstellungen und Museen. Ebenso in Fitnessstudios und Schwimmhallen oder Diskotheken. Dort sollen nur Geimpfte und Genesene Zugang erhalten. Ergänzend werde empfohlen, auch im Freien eine Maske zu tragen, wenn ein Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

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2G nach drei Tagen Stufe "orange"

Die beiden Landkreise waren auf der risikogewichteten Stufenkarte des Landesamtes für Gesundheit und Soziales wegen ihrer Infektions- und Hospitalisierungslage drei Tage in Folge orange gekennzeichnet worden. Das hat zur Folge, dass laut Corona-Landesverordnung die neuen Regeln jetzt in Kraft treten. Für den Landkreis Rostock waren zuletzt 128 Neuinfektionen gemeldet worden. In Vorpommern-Rügen waren es 132 neue Fälle.

Ausnahmen für Schwangere und Jugendliche laufen bald aus

Nur Kinder unter sieben Jahren sind grundsätzlich von der 2G-Regel ausgenommen. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren müssen einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorlegen. Auch für Schwangere und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, reicht ein Test. Für Schwangere und 12- bis 17-Jährige gilt diese Übergangsregelung jedoch nur bis zum Ende des Jahres.

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"Hätte anfangs besser aufpassen müssen"

In Stralsund nahmen einige Bürger die neuen Regeln gelassen hin. Er sei "absolut dafür, dass hier Maßnahmen eingeführt werden, damit alle Menschen geschützt sind, egal wo und egal wie", sagte ein Stralsunder gegenüber NDR MV Live. Ein anderer meinte: "Man hätte zu Anfang etwas besser aufpassen müssen", denn anfangs "lief das ja mal ganz gut".  Angesichts der täglichen Steigerungen bei den Corona-Neuinfektionen könne man jedoch Angst bekommen. Die 2G-Regel hat in Stralsund laut Informationen von NDR MV Live bislang nicht zu langen Schlangen vor den Impfzentren geführt. Dort standen vor allem Menschen für eine Auffrischungs-Impfung an. Der Güstrower Hotelier Olav Paarmann wünschte sich unterdessen klarere Regeln. Er biete für Übernachtungsgäste die 3G-Regel an, für Restaurantgäste hingegen die 2G-Regel. Das sei für viele Gäste verwirrend. Kaum jemand wisse mehr richtig, was gilt.

2G-Geltungsbereich kann noch ausgedehnt werden

Aufgrund der stark steigenden Corona-Infektionszahlen war die Corona-Ampel des Landes verschärft worden. Die Grenzwerte für die Hospitalisierungsinzidenz, ab denen für diesen Wert die nächst höhere Stufe gilt, waren zuletzt gesenkt worden. Sollte sich die Situation weiter verschlimmern, würde die 2G-Regel in der roten Stufe auf weitere Bereiche ausgeweitet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 17.11.2021 | 06:00 Uhr

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