Stand: 21.04.2017 19:12 Uhr

27 Millionen: Neubrandenburg bekommt Finanzspritze

Die Stadt Neubrandenburg bekommt vom Land Mecklenburg-Vorpommern finanzielle Hilfen in Höhe von 27 Millionen Euro. Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) und Innenminister Lorenz Caffier (CDU) unterschrieben am Freitag einen entsprechenden Vertrag, der der drittgrößten Stadt im Nordosten über mehrere Jahre bei der Haushaltskonsolidierung helfen soll.

Monatelanger Streit um Sparkonzept

Es ist die größte Hilfe für eine Kommune in Mecklenburg-Vorpommern aus diesem Fonds bisher. Im Gegenzug will Neubrandenburg bis 2027 knapp 91 Millionen Euro an Schulden abbauen. Um das Sparkonzept hatten die Stadtvertreter monatelang gestritten. Ein Kernpunkt ist der Verkauf von kommunalen Wohnungen, der 6,7 Millionen Euro einbringen soll. Die Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft will 1.000 ihrer insgesamt rund 12.000 Wohnungen veräußern.

Einsparungen in vielen Bereichen

Zudem soll es Einsparungen im Bereich Sport geben. Ziel sei es, von 2019 an jährlich rund 540.000 Euro zu sparen. Das wäre ein Fünftel der Summe, die aktuell für Vereine und Sportstätten zur Verfügung steht. Das Haushaltssicherungskonzept sieht zudem vor, die städtische Wohnungsgesellschaft stärker zur Kasse zu bitten, die Hundesteuer zu erhöhen und die Kunstsammlung eventuell dem Land zu übertragen. Neubrandenburg ist nach Schwerin die zweite Kommune in Mecklenburg-Vorpommern, die zum Schuldenabbau Geld aus dem Konsolidierungsfonds erhält.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 21.04.2017 | 21:00 Uhr

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