130 Soldaten helfen Gesundheitsämtern - Tendenz steigend

Stand: 06.11.2020 06:35 Uhr

Immer mehr Angehörige der Bundeswehr verrichten ihren Dienst nicht mehr in der Truppe. Vielmehr unterstützen sie in der Corona-Pandemie die Gesundheitsämter - auch in Mecklenburg-Vorpommern

In der Corona-Pandemie setzen Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsämter verstärkt auf die Unterstützung der Bundeswehr: Inzwischen seien 130 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, sagte der Sprecher des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern, Ulrich Metzler, am Donnerstag. Darunter seien 19 medizinisch geschulte Fachkräfte, die an verschiedenen Standorten Abstriche nähmen. 111 weitere Angehörige der Bundeswehr seien als "helfende Hände" damit beschäftigt, Kontakte nach bekannt gewordenen Corona-Infektionen nachzuverfolgen oder am Bürgertelefon Auskunft zu erteilen.

Von Montag an knapp 150 Soldaten im Corona-Einsatz

Nach einem Amtshilfeersuchen des Landkreises Nordwestmecklenburg werden dort von Montag 18 weitere Soldaten eingesetzt. Somit erhöht sich die Zahl landesweit auf insgesamt 148. Ein Großteil der in Nordwestmecklenburg eingesetzten Soldaten werden bei der Kontaktnachverfolgung helfen. Andere arbeiten in den Abstrichzentren oder der Verwaltung. Sie gehören dem Luftwaffengeschwader 73 "Steinhoff" vom Fliegerhorst Laage an.

Größte Bundeswehr-Unterstützung im Kreis Vorpommern-Greifswald

Seit dieser Woche arbeiten für das Gesundheitsamt des Landkreises Rostock 22 Unteroffiziere vom Marinestützpunkt Hohe Düne. Da die Marineführung mit dem Hilfeersuchen gerechnet hatte, hat sie im Voraus einen Teil des 1. Korvettengeschwaders für die Kontaktverfolgung abkommandiert. Sie werden bis mindestens Anfang Dezember in der Kreisverwaltung Bad Doberan arbeiten. Mit derzeit 43 Soldaten helfen im Landkreis Vorpommern-Greifswald die meisten Bundeswehrangehörigen. Mit vier Soldaten hat die Landeshauptstadt Schwerin die wenigsten Helfer.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 06.11.2020 | 06:30 Uhr

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