Thüringens Landesrabbiner Alexander Nachama vor einem Modell der Großen Synagoge Erfurt. © picture alliance Foto: Martin Schutt

Antisemitismus - lässt er sich verhindern?

Stand: 20.09.2022 11:08 Uhr

Eine öffentliche Live-Diskussion mit Prof. Dr. Julia Bernstein und Dr. Franz Rainer Enste, dem niedersächsischen Landesbeauftragten für den Schutz jüdischen Lebens. Am 27. Oktober in der Universität Osnabrück.

Laut einer aktuellen Umfrage des Jüdischen Weltkongresses denkt jeder fünfte erwachsene Deutsche antisemitisch, unter jungen Menschen ist der Anteil sogar noch höher und das Wissen über den Holocaust nimmt zunehmend ab.

Der Landesbeauftragte gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens in Niedersachsen, Franz Rainer Enste, gestikuliert während eines Gesprächs. © picture alliance/dpa/Julian Stratenschulte Foto: Julian Stratenschulte
Dr. Franz Rainer Enste ist der niedersächsische Beauftragte für jüdische Themen.

Antisemitismus ist in Deutschland wieder hoffähig, ja alltäglich geworden. Es sind nicht mehr nur die Internet-Hass-Kommentare, die von "Biologischen Schädlingen", "Dämonischen Verursachern" der Pandemie und der Klimakrise schwurbeln. Wie verschiedene Studien der letzten Jahre gezeigt haben, breitet sich antisemitisches Gedankengut in Deutschland aus und im Zuge der Corona-Pandemie häuften sich antisemitische Verschwörungsmythen und Holocaustrelativierungen.

Wie kann dieser alarmierenden Entwicklung entgegengewirkt werden? Brauchen wir eine Verschärfung von Gesetzen und eine konsequentere Verfolgung von Straftaten? Kann Antisemitismus mit Aufklärung, Politik, Bildung und Entfaltung der Schönheit des Judentums begegnet werden?

Darüber diskutieren:

Prof. Dr. Julia Bernstein
Sozioligin, Frankfurt University of Applied Sciences

Dr. Franz Rainer Enste
Niedersächsischer Landesbeauftragter gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens

Die Diskussion moderiert: Prof. Dr. Reinhold Mokrosch, Universität Osnabrück

Osnabrücker Friedensgespräche

Seit mehr als 25 Jahren bieten die Osnabrücker Friedensgespräche eine Plattform für kompetent und prominent besetzte öffentliche Vorträge und Diskussionen zu Fragen der Friedensförderung und der Friedenserhaltung. Die Veranstaltungen werden gemeinsam von der Universität und der Stadt Osnabrück getragen. NDR Info ist Medienpartner der Veranstaltungsreihe.

Weitere Informationen : www.ofg.uni-osnabrueck.de.

Antisemitismus - lässt er sich verhindern?

Eine Live-Diskussion mit Julia Bernstein und Franz Rainer Enste im Rahmen der Osnabrücker Friedensgespräche.

Art:
Diskussion
Datum:
Ort:
Aula der Universität Osnabrück
Neuer Graben 29
49074 Osnabrück
Preis:
Teilnahme kostenlos
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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Kultur | 27.10.2022 | 09:57 Uhr

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