Zwischen Hamburg und Haiti

Guyana - Goldsucher, Kaimane und ein mythischer Wasserfall

Sonntag, 19. Januar 2020, 07:30 bis 08:00 Uhr, NDR Info

Zwei Menschen betrachten auf einem Felsvorsprung den Wasserfall Kaieteur in Guyana von oben © NDR Foto: Tom Noga

Guyana - Goldsucher, Kaimane und ein mythischer Wasserfall

Sendung: Zwischen Hamburg und Haiti | 19.01.2020 | 07:30 Uhr | von Noga, Tom

Guyanas quirlige Hauptstadt Georgetown ist nicht der einzige Grund für den Besuch des südamerikanischen Landes: Es ist vor allem die überwältigende Natur.

Eine Sendung von Tom Noga

Guyana ist das drittkleinste Land Südamerikas. Die Amtssprache ist englisch - einzigartig in der Region. Früher mal war Guyana britische Kolonie, heute fühlt man sich karibisch, wenngleich es an weißen Palmenstränden und türkisfarbenem Meer mangelt. Das Wasser im Atlantik an Guyanas Küsten ist trüb, weil Guyanas Flüsse so viel Schlamm hineintragen.

Der gigantische Wasserfall Kaieteur

Beeindruckende Gischt und glitzernde Wassertropfen gibt es hingegen an Guyanas gigantischem Wasserfall Kaieteur. 251 Meter fällt er in die Tiefe. Die größte Touristenattraktion des Landes, nur per Flugzeug - bei gutem Wetter - und auf dem Wasserweg erreichbar. Ein Nationalpark, 1929 gegründet, um die sensible Natur vor Gold- und Diamantensuchern zu schützen. Bodenschätze sind trotzdem wichtig für Guyana. Erz, Bauxit... und Gold liegen im Boden und werden exportiert.

Wobei die Regierung versucht, wirtschaftliche Interessen und Umweltschutz miteinander in Einklang zu bringen. Neue Lizenzen fürs Schürfen werden nicht mehr erteilt. Dennoch träumen manche Menschen in Guyana vom großen Geld durchs Gold. Auch das Forschungsprojekt zu Kaimanen ist ein wichtiges Umweltprojekt. Mit Geld aus Tourismus und wissenschaftlicher Förderung wird das Leben von Krokodilen im Rupununi River erforscht. Nicht ungefährlich - aber beeindruckend - stellte Tom Noga fest - bei seiner Reise durch Guyana.