Zeitzeichen

16. November 1944

Samstag, 16. November 2019, 19:05 bis 19:20 Uhr, NDR Info

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Kampf um die Eifel

Sendung: ZeitZeichen | 16.11.2019 | 19:05 Uhr | von Reinartz, Michael

Am 16. November 1944 beginnt die Schlacht im Hürtgenwald. Die Kämpfe in der Nordeifel zwischen Wehrmacht und US-Armee gehören zu den blutigsten des Zweiten Weltkriegs.

Die Schlacht im Hürtgenwald
Ein Beitrag von Michael Reinartz (WDR)

El Alamein, Stalingrad, die Strände der Normandie: An diesen Orten fanden während des Zweiten Weltkrieges Schlachten statt, die sich in das kollektive Gedächtnis der Deutschen eingebrannt haben. Eine der blutigsten Auseinandersetzungen dieses Krieges wurde in der Nordeifel ausgetragen.

Doch die Schlacht im Hürtgenwald ist nahezu unbekannt. Das liegt auch daran, dass die Nazi-Propaganda sie nicht erwähnen wollte. Gefechte auf deutschem Boden wollte man Ende des Jahres 1944 nicht in der Deutschen Wochenschau zeigen. Den Hürtgenwald ganz im Westen des Deutschen Reiches erreichten die Soldaten der US-Armee im September 1944. Noch erschöpft von den Einsätzen in Frankreich waren sie für eine Atempause auf Höhe des Westwalls dankbar. Darüber hinaus hatte der Vormarsch der G.I.s zu Schwierigkeiten beim Nachschub gesorgt. In der Zwischenzeit bauten deutsche Soldaten den Hürtgenwald zu einer explosiven Festung aus. Mit dem Beginn von "Operation Queen" am 16. November 1944 wollte die US-Armee die Initiative zurückgewinnen. Doch die Schlacht im Hürtgenwald sollte noch bis weit in den Februar 1945 andauern.