Zeitzeichen

13. Oktober 1895

Dienstag, 13. Oktober 2020, 20:15 bis 20:30 Uhr, NDR Info

Seiten eines Kalenders © Fotolia_80740401_Igor Negovelov

Der Geburtstag des SPD-Politikers Kurt Schumacher
Ein Beitrag von Wolfram Stahl (WDR)

Freiwillig zog er in den Ersten Weltkrieg, wenige Wochen später wurde er dann schon schwer verwundet aus dem Kriegsdienst entlassen. Sein rechter Arm musste amputiert werden, genauso wie 1948 das linke Bein wegen einer Thrombose. Kurt Schumachers Aussehen war so markant wie seine Aussagen scharfzüngig.

Für den ersten SPD-Parteivorsitzenden nach dem Zweiten Weltkrieg waren Kommunisten rotlackierte Faschisten. Als sozialdemokratischer Reichstagsabgeordneter konnte er ab 1930 erleben, wie KPD und NSDAP sowohl die Weimarer Republik als auch die SPD bekämpften. Die nationalsozialistische Propaganda bezeichnete er als "Appelle an den inneren Schweinehund des Menschen". Nach der Machtübernahme wurde er als Feind des Nationalsozialismus verhaftet. Zehn Jahre war Schumacher in mehreren Konzentrationslagern inhaftiert, Kontakt zu kommunistischen Gefangenen vermied er kategorisch. In den ersten Nachkriegsjahren war der unbeugsame Sozialdemokrat der anerkannteste Politiker. Bundeskanzler wurde dennoch Konrad Adenauer. Kurt Schumacher aber war der energische Oppositionsführer, der der schwerkranke SPD-Parteivorsitzende bis zu seinem Tod am 20. August 1952 auch blieb.

Weitere Informationen
Kurt Schumacher, undatierte Aufnahme © dpa Foto: dpa

Kurt Schumacher in Hannover: Der Geburtshelfer der SPD

Am 13. Oktober 1895 in Culm geboren, baut er die SPD nach dem Zweiten Weltkrieg neu auf. Ein Blick auf sein Leben und Wirken. mehr

Ein schwarz-weiß Bild von Kurt Schumacher.

Wie die SPD nach dem Krieg wieder aufgebaut wurde

Im April 1945 wird in Hannover der Wiederaufbau der SPD beschlossen. Schon im Mai werden erste Parteibücher ausgehändigt. mehr