Zeitzeichen

15. November 1280

Sonntag, 15. November 2020, 19:05 bis 19:20 Uhr, NDR Info

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Der prägende Gelehrte vom Rhein

Sendung: ZeitZeichen | 15.11.2020 | 10:00 Uhr | von Friedrich, Claudia

Am 15. November 1280 stirbt der Gelehrte Albertus Magnus. Der Mönch war schon zu Lebzeiten ein berühmter Gelehrter. Köln verdankt nicht zuletzt ihm seinen Weltruhm.

Der Todestag des Gelehrten Albertus Magnus
Ein Beitrag von Claudia Friedrich (WDR)

Dante erwähnt ihn in seiner Göttlichen Komödie: Albert den Großen. Legenden zufolge soll er den Bauplan des Kölner Doms entworfen haben und ein Zauberer gewesen sein. Schon zu Lebzeiten gilt der Dominikanermönch als einer der berühmtesten Gelehrten in Mitteleuropa.

Kölns Weltruhm ist nicht zuletzt Albertus Magnus zu verdanken, der sich mit arabischer Philosophie und antiken Denkern auseinandersetzt. Um 1200 wird Albert am Rand der Schwäbischen Alb geboren, in Lauingen an der Donau. Er ist um die 20, als er in den jungen Orden des heiligen Dominikus eintritt. Ein Theologiestudium bringt ihn nach Paris. Inzwischen selbst Dozent, baut er in Köln für den Ordensnachwuchs eine Hochschule auf, die Vorläuferin der heutigen Universität. Als Albertus Magnus im November 1280 in Köln stirbt, hinterlässt er um die 70 Werke, unter anderem eine wegweisende kritische Aristoteles-Ausgabe.