Stand: 18.01.2012 15:53 Uhr  | Archiv

Wer war eigentlich Enid Blyton?

von Katharina Mahrenholtz, NDR Info
Dier britische Schriftstellerin Enid Blyton. © picture-alliance / dpa Foto: Blyton Company Ltd.
Bekannt wurde Enid Blyton in aller Welt durch ihre Kinderbücher.

Enid Blyton war eine Autorin, die 1897 in England geboren wurde. Sie hat viele berühmte Kinderbücher geschrieben, zum Beispiel die Serie "Fünf Freunde", deren erster Band vor 70 Jahren erschien.

Die Geschwister Julian, Dick und Anne haben sich schon auf den Urlaub in Tante Fannys Haus am Meer gefreut. Vor allem weil ihre Cousine Georgina im gleichen Alter ist. Aber die will zuerst gar nichts von ihnen wissen.

Es dauert aber nicht lange, bis die kratzbürstige George auftaut und dann werden die vier beste Freunde. Pardon, die Fünf. Timmy, der Hund, gehört natürlich auch dazu.

Enid Blyton war eigentlich Lehrerin, aber schon mit 27 hat sie den Beruf aufgegeben, um nur noch zu schreiben. Sie sagte einmal: "Ich wollte immer für Kinder schreiben, aber ich konnte mir nie vorstellen, dass ich berühmt werden würde. Ich hatte zwei jüngere Brüder, denen ich gerne Geschichten erzählt habe. Vielleicht kam daher die Idee zu schreiben."

Ihr erster Kinderroman war "Die Insel der Abenteuer", und dann konnte Enid Blyton gar nicht mehr aufhören mit dem Schreiben. "Fünf Freunde", "Schwarze Sieben", "Rätsel um…", "Geheimnis um...", "Dolly", "Hanni und Nanni". In einem Jahr hat Enid Blyton mal 37 Bücher geschrieben! Die können ja nicht gut sein, meinten viele Kritiker und mäkelten an den Geschichten herum. Sie seien schlecht geschrieben und literarisch nicht wertvoll. Die Kinder aber liebten Barney und seinen Affen, den Papagei Kiki, den frechen Stubs, den schlauen Dickie, Hanni, Nanni und den Rest. Als Buch oder auch als Hörspiel.

Enid Blyton ist die Erfinderin von "Hanni und Nanni"

Das Cover des ersten Bandes von "Hanni und Nanni" von Enid Blyton © dpa - Bildfunk
Das Cover des ersten Bandes der Kinderbuchserie "Hanni und Nanni" von Enid Blyton.

Heutzutage klingen Hannis und Nannis Abenteuer im Internat ganz schön altmodisch. Wer Harry Potter kennt, findet Enid Blyton meistens langweilig. Deshalb haben schlaue Filmemacher die Geschichten ein bisschen aufgemöbelt. Vor zwei Jahren kamen Hanni und Nanni ins Kino - mit Chucks, Handys und lauter Musik. Ein lustiger Film, der aber mit Blytons Geschichte gar nichts zu tun hat - genauso wenig wie der "Fünf Freunde"-Film, der seit dieser Woche im Kino läuft.

Sie sind cool, können Bomben entschärfen und kleine Hovercrafts fahren. Abenteuerlich, aber eben eine ganz neue Geschichte. Genau wie die vielen Bände der Fünf-Freunde-Serie, die später von anderen Autoren geschrieben wurden. Enid Blyton selbst hat nur die ersten 20 Bücher selbst geschrieben. Demnächst erscheint der 64. Band - "Fünf Freunde jagen den Vampir". So gruselig ging es in den Originalbüchern nie zu. Aber spannend waren sie auch - für Kinder, die heute erwachsen sind.

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NDR Info | Mikado | 22.01.2012 | 08:05 Uhr