Stand: 11.11.2011 10:00 Uhr  | Archiv

....Mark Twain?

von Aline König
Mark Twain © picture-alliance / Mary Evans Picture Library
Mark Twain

Mark Twain war ein US-Amerikanischer Schriftsteller. Seine berühmtesten Bücher handeln von den beiden Jungen Tom Sawyer und Huckleberry Finn.

Mark Twain heißt eigentlich Samuel Langhorne Clemens. Geboren wird er im November 1835  im US-Bundesstaat Missouri. Damals haben in Amerika viele Leute Sklaven aus Afrika. Sie sind so etwas Ähnliches wie Diener, werden  aber viel schlechter behandelt. Die Sklaven dürfen nicht selbst entscheiden für wen sie arbeiten, sondern werden von ihren Besitzern gekauft. Ob sie es wollen oder nicht. Auch in Mark Twains Familie war es normal, Sklaven haben. So schrieb er in seiner Autobiographie - also einem Buch über sein eigenes Leben.

Später wird er aber zu einem der größten Gegner der Sklaverei.

Als  Mark Twain 12 ist, stirbt sein Vater. Seine  Mutter hat nun nicht mehr genug Geld, um ihn in die Schule zu schicken.

Der Hannibal-Kurier ist eine Zeitung. Wenn früher eine Zeitung gedruckt wurde, musste man jeden Buchstaben einzeln auf eine Art großen Stempel einsetzen. Dieser Beruf heißt Schriftsetzer. Das ist der erste von Mark Twains vielen Jobs.

Mit 24 Jahren wird Mark Twain das Schriftsetzen zu langweilig. Da beschließt er, Steuermann auf einem Mississippi-Dampfer zu werden. Gesagt, getan.

Doch ein paar Jahre später bricht in Amerika ein großer Bürgerkrieg aus. Während des Krieges fahren keine Dampfer auf dem Mississippi und Mark Twain hat  keine Arbeit mehr. Mit seinem Bruder flüchtet er in den Westen der USA, denn dort herrscht kein Krieg.

Im sogenannten "Wilden Westen"  muss Mark Twain sich einen neuen Job suchen. Er versucht es zunächst als Goldgräber. Das wird ihm aber schnell zu anstrengend und so fängt er als Reporter bei einer Zeitung an.

Als Reporter legt sich Mark Twain oft mit den Leuten an, denn in seinen Zeitungsartikeln übertreibt er meistens ganz schön. Einmal schreibt er, Mienen-Arbeiter hätten einen 300 Jahre alten Mann gefunden. Als die Leute merken, dass Mark Twain sich einen Spaß erlaubt hat, sind sie sie sauer. Und zwar so sehr, dass er in eine andere Stadt ziehen muss.

Mit 27 Jahren fängt er an, Geschichten zu schreiben. Zuerst erfindet er einen neuen Namen für sich: Statt Samuel Clemens nennt er sich jetzt Mark Twain. Das ist ein Begriff aus der Schifffahrts-Sprache und bedeutet zwei Fadenlängen. "Fadenlänge" ist eine alte Maßeinheit. Mark Twain heißt also eigentlich, dass das Wasser im Fluss etwa dreieinhalb Meter tief ist.

Sein bekanntestes Werk ist "Die Abenteuer des Tom Sawyer"

Mark Twains größter Erfolg als Schriftsteller werden die Geschichten über den gewitzten Jungen Tom Sawyer und seinen besten Freund Huck Finn. Kindern und Erwachsenen gefällt es, dass die Geschichten mit Tom und Huck lustig und spannend zugleich sind. Tom Sawyers Streiche sind geradezu legendär:

Das Besondere am Buch "Die Abenteuer des Huckleberry Finn" ist aber auch, dass die beiden darin mit einem schwarzen Sklaven namens Jim befreundet sind. Huck und Jim büchsen von zu Hause aus und treffen sich zufällig:

Die Geschichte sorgt damals für viele Diskussionen. Denn es ist in Amerika nicht normal, dass weiße und schwarze Menschen befreundet sind. Mit seinem Buch zeigt Twain, dass die Hautfarbe bei einer Freundschaft keine Rolle spielt. Noch heute, über 100 Jahre nach seinem Tod, lesen die meisten Schulkinder in den USA das Buch "Huckleberry Finn" in der Schule.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Mikado | 13.11.2011 | 08:05 Uhr