Stand: 23.07.2021 15:00 Uhr

Nachrichten für Kinder - Was diese Woche wichtig war

von Anina Pommerenke

Die Kindernachrichten gibt es immer sonnabends bei NDR Info.
Dieses Mal geht es um diese Themen: Viele Menschen wollen etwas für die Flut-Opfer tun. Mit vier Kindern aus Niedersachsen haben wir darüber gesprochen, dass jedes Jahr massenweise Essen im Mülleimer landet. Außerdem berichten wir darüber, dass Sportler aus mehr als 200 Ländern bei den Olympischen Spielen antreten.

1. Hilfe nach der Wetter-Katastrophe

In Arloff-Kierspenich im Kreis Euskirchen (NRW) liegt nach der Hochwasserkatastrophe Kinderspielzeug im Schlamm © dpa Foto: Markus Klümper
Auch Spielsachen sind von dem Hochwasser mitgerissen worden und nicht mehr zu gebrauchen.

Kinder aus Peine: In letzter Zeit hat es zu viel geregnet, sodass in manchen Teilen Deutschlands, wie zum Beispiel in Rheinland-Pfalz oder Nordrhein-Westfalen sehr viele Orte überschwemmt worden, sodass auch Häuser und Straßen weggeschwemmt worden - und auch viele andere Sachen sind kaputt gegangen. ieles wurde zerstört, es sind Menschen gestorben und jetzt ist das Hochwasser wieder weg. Aber dadurch, dass so viel Schlamm in den Häusern ist, sind alle Möbel kaputt und alles - da muss man eigentlich alles erneuern und Altes wegschmeißen.

NDR Info Kindernachrichten: Die Hochwasserkatastrophe gehört zu den schlimmsten Unglücken in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Viele Menschen sind gestorben, noch viel mehr haben ihr Zuhause verloren und stehen vor den Trümmern ihrer Existenz. Das gesamte Ausmaß der Zerstörung ist noch gar nicht absehbar. Schätzungen zufolge sind Schäden in Milliardenhöhe entstanden. Nach dem ersten Schock geht es jetzt an die Aufräumarbeiten. Die Anteilnahme ist in ganz Deutschland groß. Viele spenden oder packen vor Ort mit an.

Kinder: Manche Menschen haben auch angeboten, dass die Menschen, die durch die Überschwemmungen ihr Zuhause verloren haben, auch bei ihnen bleiben können. Man hilft sich auch gegenseitig, räumen zusammen Sachen aus dem Haus, die man nicht mehr gebrauchen kann. Zwei Mädchen habe ich auch im Fernsehen gesehen, die haben Sachen sortiert, Anziehsachen zum Beispiel. Viele Leute spenden auch so kleine Snacks wie Kekse. Weil bei den Leuten auch Sachen wie Herd und Backofen alles kaputt ist. Da kann man keine Nudeln oder so spenden. In großen Lagerhallen werden ganz unterschiedliche Sachen gesammelt: Kinderkleidung, Hygieneartikel, Kleidung für Erwachsene und Babys…in allen Größen.

NDR Info Kindernachrichten: Bergeweise Hilfsgüter sind schon zusammengekommen. Teilweise sind sogar schon mehr Sachen angekommen als im Moment gebraucht werden. Auch aus Norddeutschland sind viele Helferinnen und Helfer von unterschiedlichen Organisationen in die betroffenen Gebiete gefahren, um vor Ort aufzuräumen und nach Vermissten zu suchen.

Kinder: Die Feuerwehren waren auch vor Ort und haben Wasser aus den Kellern gepumpt. Die Bundeswehr war auch vor Ort - mit Baggern und hat auch geholfen.

NDR Info Kindernachrichten: Und auch die wichtigsten Politikerinnen und Politiker aus Deutschland haben sich vor Ort ein Bild von der Lage gemacht. Sie haben versprochen, schnell und unkompliziert zu helfen.  

Kinder: Die Politiker wollen den betroffenen Familien Geld geben, damit sie ihre Häuser wiederaufbauen können und auch die Dörfer wiederaufbauen können.

NDR Info Kindernachrichten: Gleichzeitig wird darüber diskutiert, wie sich solche Katastrophen in Zukunft verhindern lassen. Denn die meisten Expertinnen und Experten sind sich einig, dass das Hochwasser eine Folge des Klimawandels ist. Außerdem sollen Menschen in Zukunft bei drohenden Katastrophen schneller und besser informiert werden.

Kinder: Die Politiker wollen noch das Warnsystem verbessern, weil nicht alle rechtzeitig gewarnt wurden und dadurch auch sehr wenig verhindert wurde.

NDR Info Kindernachrichten: Bis alle Aufräumarbeiten abgeschlossen sind und die Menschen in den betroffenen Gebieten wieder in ein normales Leben zurückkehren können, wird es sicherlich noch Monate dauern.

2. Verschwendung von Lebensmitteln

Lebensmittel in einer Mülltonne. © picture alliance Foto: Frank May
Jedes Jahr landet noch gutes Essen massenweise im Mülleimer.

Kinder: Jedes Jahr landen sehr viele Lebensmittel unnötig im Müll - und die Zahl auch ständig steigt.

NDR Info Kindernachrichten: Was in der Studie steht, die die Umweltorganisation WWF in dieser Woche veröffentlich hat, ist fast unglaublich: Demnach sollen jedes Jahr insgesamt 2,5 Milliarden Tonnen Lebensmittel im Müll landen - eine unvorstellbare Masse. Dabei sind die Lebensmittel oft eigentlich total in Ordnung.

Kinder: Zum Beispiel Karotten, die etwas anders aussehen oder Äpfel, die etwas matschig sind - kann man aber immer noch essen, sie sehen nur anders aus. Aber viele wollen diese Art von Lebensmittel nicht kaufen, weil sie nicht perfekt aussehen. Wenn da zum Beispiel auf einem Joghurt steht, dass der bis vor vier Tagen haltbar war, dann essen wir den trotzdem noch. Wir kontrollieren zwar ob der schimmelig ist oder schlecht, aber wir essen den, wenn er trotzdem gut ist.

NDR Info Kindernachrichten: Die Privathaushalte sind aber nicht mal das größte Problem. Viele Nahrungsmittel bleiben gleich auf den Feldern liegen - oft nur, weil sie nicht ganz so schön aussehen wie das, was wir aus den Regalen der Supermärkte kennen. Die werden meist vom Handel gar nicht erst eingekauft. Dass wir mehr produzieren als am Ende gegessen wird, ist ein Problem für Menschen und die Umwelt. Dadurch wird viel Platz verschwendet und klimaschädliches CO2 ausgestoßen.

Kinder: Weil in manchen Teilen der Welt Menschen gar keinen Essen haben. Auch ist es eine große Belastung für die Umwelt, weil das Essen auch angebaut werden muss. Und dafür braucht man Geräte und man muss die Pflanzen bewässern und das kann halt auch schlecht für die Umwelt sein. Umweltschützer finden das schlecht, dass so viel weggeworfen wird, weil sie wollen, dass es der Umwelt gut geht und junge Leute haben auch noch eine Zukunft.

NDR Info Kindernachrichten: Die Umweltschützer wollen deshalb, dass die Länder mehr gegen Lebensmittelverschwendung tun.

3. Traum von der Medaille

Eine Installation der olympischen Ringe vor dem Stadion in Tokio © picture alliance/dpa Foto: Michael Kappeler
Die olympischen Spiele finden dieses Jahr in Tokio statt.

Kinder: Diese Woche fangen die olympischen Sommerspiele in Tokio an. Bei den olympischen Spielen reisen die besten Sportler eines Landes ein und treten gegen andere Länder in Disziplinen an, zum Beispiel Kanu fahren und Speerwerfen. Es dürfen keine Zuschauer dabei sein, wegen Corona, aber jeder kann die Spiele im Fernsehen verfolgen.

NDR Info Kindernachrichten: Eigentlich hätten die Olympischen Sommerspiele in Japan ja schon letztes Jahr stattfinden sollen. Wegen der Pandemie wurden sie auf diesen Sommer verschoben. Trotzdem werden die Spiele ganz anders ablaufen als sonst: Nicht nur, weil die Fans in den Stadien fehlen. Die Athleten müssen strenge Hygiene-Regeln befolgen und werden im olympischen Dorf von der Außenwelt abgeschottet. Erste Corona-Fälle hat es dort trotzdem schon gegeben. Die Olympioniken treten in 33 Sportarten an. Darauf haben sie teils jahrelang eisern hin trainiert und auf vieles verzichtet. Alle haben den einen Traum: Mit einer Medaille auf dem Siegertreppchen zu stehen.
Wir wollten dazu von Yuna, Erik, Jannis und Lillie-Hèlène aus Peine wissen: Wie stellst du dir dieses Gefühl vor?

Kind: "Ja, also, es ist ein sehr geiles Gefühl, wenn man Sieger ist und da oben steht. Man weiß, die ganze Welt sieht einen, die ganze Welt erfährt davon, dass man es geschafft hat. Dann ist man plötzlich innerhalb eines Tages berühmt."

Kind: "So richtig vorstellen, kann man es sich auch nicht. Das ist einfach viel Freude zusammen - man ist einfach überglücklich."

Kind: "Mir würde bei so einer Zeremonie, glaube ich, durch den Kopf gehen: Ich habe eine Medaille gewonnen - juchuuu - ich habe eine Medaille gewonnen. Ich habe es geschafft!

In dieser Woche haben Yuna, Erik, Jannis und Lillie-Hèlène aus der 5. Klasse des Gymnasiums am Silberkamp in Peine mitgemacht. Gesprochen hat Anina Pommerenke die Kindernachrichten, Ines Kaffka hat die Kinder telefonisch interviewt.

Anhören und als Podcast abonnieren könnt ihr die Kindernachrichten natürlich auch. Und ihr könnt sie in Gebärdensprache anschauen.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Kindernachrichten | 24.07.2021 | 11:40 Uhr