Stand: 14.01.2022 15:00 Uhr

Nachrichten für Kinder - Was diese Woche wichtig war

von Anina Pommerenke

Die Kindernachrichten gibt es immer sonnabends bei NDR Info.
Dieses Mal haben wir mit vier Schülerinnen und Schülern aus Niedersachsen über die Themen der Woche gesprochen:

Viele fragen sich, wie gefährlich die Corona-Lage wirklich ist. Außerdem bangen Menschen im Norden um ihre Arbeitsplätze, weil ein großer Schiffbauer kein Geld mehr hat. Dann haben wir noch mit den Kinder darüber gesprochen, ob sich schon jetzt zeigt, was aus aus guten Vorsätzen für das neue Jahr wird.

1. So viele Ansteckungen wie noch nie

Das Bild zeigt die Arbeit in einem Labor für Corona-Tests in Hannover. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte
Im Labor wird anhand der Speichelprobe festgestellt, ob die geteste Person mit dem Corona-Virus infiziert ist.

Kinder aus Peine: In den letzten Wochen stecken sich viele Menschen mit Corona an. Die Omikron-Variante ist sehr viel ansteckender, auch wenn man Abstand hält, kann man sich trotzdem anstecken. Diese Variante scheint aber nicht so schlimm zu sein, weil nicht so viele Menschen wie vorher in das Krankenhaus müssen.

NDR Info Kindernachrichten: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in dieser Woche einen neuen Höchstwert erreicht. Zum ersten Mal hat das Robert-Koch-Institut mehr als 90.000 neue Fälle an nur einem Tag gemeldet. Und auch der Inzidenzwert ist auf einen Höchststand von über 470 gestiegen. Der Wert gibt an, wie viele Menschen in Deutschland sich pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen neu infiziert haben. Die meisten Infektionen sind mittlerweile auf die Omikron-Variante des Coronavirus zurückzuführen. Von einer neuen Variante spricht man, wenn sich das Virus etwas verändert hat. Es kann dann andere Auswirkungen auf den Menschen haben als vorherige Versionen des Virus. Omikron gilt zum Beispiel als besonders ansteckend.

Kinder: Viele Leute machen sich Sorgen, dass sie sich anstecken, weil es so ansteckend ist. Wir sollen jetzt in der Schule immer FFP2-Masken tragen, weil die mehr schützen und dann auch noch Abstand halten. Bei uns in der Schule stecken sich auch ganz viele Kinder mit Corona an. Wenn einer Corona hat, stecken sich ganz viele Kinder in der Klasse auch an.

NDR Info Kindernachrichten: Trotz der vielen neuen Infektionen ist die Zahl der Menschen, die wegen des Coronavirus auf den Intensivstationen im Krankenhaus behandelt werden müssen, gesunken. Das macht etwas Hoffnung, dass die Omikron-Variante nicht so gefährlich ist. Doch Experten warnen trotzdem davor, dass bald die normalen Stationen in den Krankenhäusern überlastet sein könnten.

Kinder: Selbst bei denen, die geimpft worden sind, ist es immer noch möglich, Omikron zu bekommen.

NDR Info Kindernachrichten: Durch die Impfung haben viele Menschen, die sich angesteckt haben, nicht so schlimme Symptome. Die große Sorge ist aber, dass sich zeitgleich sehr viele Menschen anstecken, die in besonders wichtigen Bereichen für das öffentliche Leben arbeiten. Dazu gehören neben dem Personal in den Krankenhäusern zum Beispiel auch Menschen, die sich um die Versorgung mit Strom und Wasser kümmern.

Kinder: Die Regierung beschließt auch, die Quarantänezeit zu verkürzen. Damit nicht bald alle Leute in Quarantäne sind. Viele hoffen jetzt trotzdem, dass die Corona-Pandemie bald vorbei ist. Aber keiner weiß, wie es jetzt die nächsten Wochen weitergeht.

2. Sorge nach Firmen-Pleite

Warnemünde: Laufkatzen hängen am Bockkran der MV Werft in Rostock-Warnemünde. © dpa-Bildfunk Foto: Jens Büttner/dpa
MV Werften ist das Herz der maritimen Industrie Mecklenburg-Vorpommerns.

Kinder: Eine große Schiffbaufirma ist pleite gegangen. Sie hatten nicht mehr genug Geld, um ihr Business am Laufen zu halten und dann mussten sie aufhören. Ganz viele Menschen haben für diese Firma gearbeitet und haben Angst um ihre Jobs.

NDR Info Kindernachrichten: Das war ein großer Schock für viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern. Nach wochenlangen Verhandlungen haben die MV-Werften am Montag Insolvenz angemeldet. Das heißt, dass sie nicht mehr genug Geld haben, um Rechnungen und Mitarbeiter zu bezahlen. Insgesamt arbeiten bei dem Schiffsbauer fast 2.000 Menschen an drei Standorten in Wismar, Rostock und Stralsund. Die schlechte Lage des Unternehmens betrifft Schätzungen zufolge auch 20.000 Jobs bei Firmen, die zum Beispiel Teile für den Schiffsbau zuliefern. Wer genau Schuld hat, an der schlimme Lage - darüber wird gerade viel diskutiert. Die MV-Werften gehören einer Firma in Hongkong. Und die hat gerade große Probleme mit ihrem Kreuzfahrtgeschäft.

Kinder: Kreuzfahrtschiffe sind riesige Schiffe, auf denen man Urlaub machen kann. Wegen Corona durften viele Schiffe nicht fahren und wegen Corona wollten das viele Menschen auch nicht mehr.

NDR Info Kindernachrichten: Immerhin haben mehrere Politikerinnen und Politiker gesagt, dass sie den Angestellten der Werft helfen wollen. Sie sollen jetzt erstmal so schnell wie möglich ihr Geld bekommen, das im Dezember nicht gezahlt worden war. Außerdem soll nach neuen Käufern für die Schiffe aus Norddeutschland gesucht werden. Möglicherweise kann auch noch ein großes Kreuzfahrtschiff fertiggestellt werden, an dem die Angestellten der Werften schon lange gearbeitet haben.

3. Wer hält durch?

Kalender mit guten Vorsätzen für das neue Jahr. © picture alliance | Christian Ohde
Ob viele Menschen ihre guten Vorsätze für das neue Jahr noch immer verfolgen?

NDR Info Kindernachrichten: Das neue Jahr ist gerade mal zwei Wochen alt. Für viele schlägt in Sachen "Gute Vorsätze" jetzt die Stunde der Wahrheit. Das gilt besonders für alle, die sich vorgenommen haben, etwas für die Gesundheit zu tun, sich mehr zu bewegen und mehr Sport zu treiben.
Wir haben die Kinder des Gymnasiums am Silberkamp in Peine gefragt: Ist er noch da, der Schwung der guten Vorsätze?

Kind: "Ich habe mir vorgenommen, nicht mehr so viel am Handy zu sein, stattdessen treffe ich mich mehr mit Freunden."

Kind: "Ich habe mir vorgenommen, mehr zu basteln und das schaffe ich, indem ich meinen Tag nicht vollplane, sondern jeden Tag ein bisschen mache."

Kind: "Ich habe mir vorgenommen, mich drei Tage lang nicht mit meiner Schwester zu streiten, habe es bislang aber noch nicht geschafft. Ich habe mir das auf einen Zettel aufgeschrieben und deswegen denke ich da immer dran."

Kind: "Ich habe mir vorgenommen, dass ich mehr lerne - aber habe es bis jetzt nicht geschafft."

In dieser Woche haben Pia, Maddox, Judy und Lara aus den 5. Klassen des Gymansiums am Silberkamp in Peine in Niedersachsen mitgemacht. Anina Pommerenkehat die Kindernachrichte gesprochen, Ines Kaffka hat mit den Kindern telefoniert.

Anhören und als Podcastabonnieren könnt ihr die Kindernachrichten natürlich auch - und ihr könnt sie in Gebärdensprache anschauen.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Kindernachrichten | 15.01.2022 | 11:40 Uhr