Stand: 05.03.2021 15:50 Uhr

Nachrichten für Kinder - Was diese Woche wichtig war

Corona Schnelltests © picture alliance/dpa Foto:  Sebastian Gollnow
Jeder Bürger soll zwei Mal wöchentlich einen Corona-Schnelltest machen können.

Die Kindernachrichten gibt es immer sonnabends bei NDR Info.
Dieses Mal geht es um diese Themen: Wenn die Corona-Zahlen nicht weiter steigen, dürfen sich wieder mehr Leute treffen. Wir sprechen mit Kindern aus Mecklenburg-Vorpommern darüber, dass auf unseren Straßen die Zahl der Autos mit Elektromotor steigt. Außerdem berichten wir, dass es Kühe, Schweine und Hühner besser haben sollen und, dass deswegen das Fleisch bei uns teurer werden könnte.

1. Neue Corona-Regeln

Kinder aus Wismar: Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten haben sich am Mittwoch getrofffen, um zu entscheiden, wie es mit den Corona-Einschränkungen weitergehen soll. Der Lockdown wird bis zum 28. März verlängert. Aber es gibt Lockerungen.

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NDR Info Kindernachrichten: Sie haben sehr lange diskutiert - Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefinnen und -chefs der Bundesländer. Mehr als neun Stunden hat die Videokonferenz gedauert. Dann stand fest: Einiges, was bisher wegen Corona verboten war, wird ab Montag wieder erlaubt.

Kinder: Zum Beispiel, dass sich jetzt zwei Haushalte miteinander treffen können, aber nur fünf Leute, Kinder unter 14 Jahren nicht mitgezählt.

NDR Info Kindernachrichten: Es können sich also mehrere Kinder treffen. Außerdem dürfen mehr Geschäfte öffnen. Es gibt aber Unterschiede, je nachdem, wo man wohnt. In Schleswig-Holstein ist beim Einkaufen mehr erlaubt als in Niedersachsen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Neue Regeln gelten auch für Sport.

Kinder: Ich hab auch gehört, dass vielleicht Sportvereine wieder trainieren dürfen, im Freien, dass sie da draußen trainieren. Also, ich denke, das ist wichtig, dass jetzt die Sportvereine wieder öffnen, weil für die Kinder ist das ja immer schön, soziale Kontakte zu haben.

NDR Info Kindernachrichten: Das alles hängt aber davon ab, wie viele Menschen sich mit Corona anstecken. Die Politiker haben einen Stufenplan gemacht.

Kinder: Der Stufenplan ist ja wie bei einer Treppe. Wenn die Infektionsgeschehen runter gehen, dann wird sozusagen eine Stufe wieder nach oben gestiegen. Sobald wieder mehr Infektionen gemeldet wurden, werden nacheinander wieder Sachen abgeschaltet.

NDR Info Kindernachrichten: Wenn sich also dann doch viel mehr Menschen anstecken, kann es sein, dass in diesen Regionen wieder strengere Corona-Regeln gelten. Die Politiker hoffen aber, dass die Lage im Frühjahr und Sommer besser wird. Denn die älteren oder kranken Menschen, für die Corona besonders gefährlich ist, sollen bald alle geimpft werden.

Kinder: Und jetzt stehen ja auch Schnelltests zur Verfügung, die man zuhause durchführen kann und das bietet ja auch ein bisschen mehr Sicherheit.

2. Strom statt Sprit

Ein Elektroauto wird an einer Ladesäule in Hamburg aufgeladen.
Elektroautos brauchen keinen Sprit - sie fahren mit Batterie und müssen Strom "tanken".

Kinder: Es gibt immer mehr Elektro-Autos in Deutschland.

NDR Info Kindernachrichten: Viele Menschen, die sich ein neues Auto kaufen, entscheiden sich inzwischen für einen Wagen mit Elektromotor, der nur mit Strom aus der Leitung betrieben wird. Oder für ein Hybrid-Auto. Die haben zwei Motoren. Sie können Benzin oder Diesel tanken, fahren aber auch elektrisch, denn sie laden sich beim Fahren unterwegs selbst auf. Solche E-Fahrzeuge  gelten als umweltfreundlicher als Autos, die nur Sprit tanken und über den Auspuff Abgase ausstoßen.

Kinder: Wenn in einer Großstadt mit sehr vielen Autos, alle mit Benzin oder Diesel fahren, dann ist die Stadt oder die Luft in der Stadt schnell sehr verschmutzt, und das wär vielleicht nicht ganz so gut für die Menschen, die da leben.

NDR Info Kindernachrichten: Die Regierung will erreichen, dass nach und nach immer mehr Elektroautos auf den Straßen fahren. Deshalb zahlt sie zum Beispiel Käufern von Neuwagen Prämien, sie gibt also einen bestimmten Geldbetrag dazu. Ein großes Problem war und ist zum Teil aber noch, wo die Autos aufgeladen werden können: die Strom-Ladestellen. Inzwischen wurden davon immerhin mehrere zehntausend in Deutschland aufgebaut, bei einigen geht das Aufladen sogar recht schnell. Aber es gibt auch Kritik an E-Autos.

Kinder: Ein Nachteil ist, dass man dafür Strom braucht und der wird nicht immer durch umweltfreundliche Methoden hergestellt.

NDR Info Kindernachrichten: Deshalb will die Regierung, dass auch mehr andere umweltfreundliche Fahrzeuge gebaut werden, die Wasserstoff tanken. Viele sagen aber auch: Noch besser als mit E-Autos oder Wasserstoff-Autos zu fahren, wäre es, öfter den Bus oder die Bahn zu nutzen oder aufs Fahrrad zu steigen.

3. Mehr Platz im Stall:

Scheine in einem Stall. © dpa-Bildfunk Foto: Sina Schuldt
Auch Tiere fühlen sich wohler, wenn sie mehr Platz zum Leben haben.

Kinder: Die deutschen Politiker diskutieren über Tierwohl und jetzt wird das Fleisch vielleicht teurer.

NDR Info Kindernachrichten: Schnitzel, Würstchen oder Frikadellen - in Deutschland gehört das für viele täglich auf den Teller. Und vor allem im Supermarkt sind die Preise für Fleisch ziemlich günstig - wenn es aus Massentierhaltung kommt.

Kinder: Massentierhaltung heißt, dass viele Tiere auf wenigen Quadratmetern zusammenleben müssen.

NDR Info Kindernachrichten: Es gibt auch Höfe, wo es Kühen, Schweinen oder Hühnern besser geht, weil sie mehr Platz und Auslauf haben. Ihr Fleisch kostet aber mehr. Experten haben sich mit der Frage beschäftigt, wie man dafür sorgen könnte, dass alle Nutztiere besser gehalten werden: Sie schlagen vor, Fleisch ein wenig teurer zu machen und einen Teil des Geldes direkt den Landwirten zu geben. Sie könnten damit zum Beispiel die Ställe vergrößern. Mittlerweile gibt es immer mehr Leute, die lieber weniger oder gar kein Fleisch essen. Wir haben die Kinder gefragt, wie sie das sehen: 

Kind: Ich denke, das ist gut, weil die Tiere sind ja sozusagen unsere Freunde. Deswegen finde ich es gut, dass man von Bio-Fleisch kauft.

Kind: Ich find's gut, dass es den Tieren besser gehen soll. Aber ich muss sagen, ich hab bis vor kurzem relativ viel Fleisch gegessen. Meine Familie hat geändert, dass ich nicht mehr so viel Fleisch esse.

Kind: Also ich denke, es wär nicht ganz so gut, wenn alle jetzt darauf verzichten würden. Aber wer es machen will, kann es machen. Ich könnte das nicht.

Kind: Also ich ess jetzt eigentlich schon sehr gerne Fleisch, weil es einfach lecker schmeckt und, ja, wir achten auch darauf, dass es bio ist, das Fleisch, was wir kaufen.

In dieser Woche haben Aljoscha, Frederick, Jaron und Moritz aus der Freien Schule Wismar in Mecklenburg-Vorpommern mitgemacht. Gesprochen hat Gisela Former, mit den Kindern telefoniert hat Vanessa Kiaulehn.

Anhören und als Podcast abonnieren könnt ihr die Kindernachrichten natürlich auch. Und ihr könnt sie in Gebärdensprache anschauen.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Kindernachrichten | 06.03.2021 | 11:40 Uhr