Das Forum

Viele Flüchtlinge und ein bisschen Frieden

Donnerstag, 28. November 2019, 20:30 bis 20:50 Uhr, NDR Info

Präsident Duque hält eine Rede. © dpa picture alliance Foto: Ivan Valencia

Kolumbien: Drei Jahre nach dem Friedensvertrag

NDR Info - Das Forum -

Generalstreiks und Bürgerproteste: In Kolumbien entladen sich drei Jahre nach dem Friedensvertrag mit den Farc-Guerillas neue Spannungen. Eine Reportage.

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Drei Jahre Friedensvertrag in Kolumbien
Ein Feature von Isabella Kolar

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Die Lage in Kolumbien ist zurzeit angespannt.

Die Hoffnung auf ein friedliches Miteinander in Kolumbien war groß, als sich im Dezember 2016 die kolumbianische Regierung mit den linken Farc-Guerillas auf einen Friedensvertrag einigte. 50 Jahre war das Land vom Krieg zwischen linken Guerillas, dem Militär und rechten Paramilitärs zerrissen - geprägt von Drogenkartellen und Korruption.

Nach dem Friedensschluss von 2016 schien sich die Lage zu normalisieren. Doch Paramilitärs, die Mafia sowie kleine Guerilla-Einheiten versuchten, das Vakuum der Farc auszufüllen. Der Raubbau an der Natur und die Morde an sozialen und ökologischen Aktivisten haben in Kolumbien wieder drastisch zugenommen. Und die vielen Flüchtlinge aus Venezuela verschärfen die sozialen Spannungen. Diese entladen sich zunehmend auf der Straße. Im November haben Gewerkschaften und Studentengruppen zu mehreren landweiten Streiks aufgerufen. Kolumbiens konservativer Präsident Iván Duque gerät zunehmend unter Druck.

Die Autorin Isbabella Kolar hatte kürzlich die Gelegenheit, die politische und soziale Stimmungslage in Kolumbien zu erkunden - im Rahmen einer Journalistenreise, die von Adveniat, dem Lateinamerika-Hilfswerk der katholischen Kirche organisiert und gefördert wurde.