Das Forum

Raubbau am Amazonas-Urwald

Mittwoch, 17. April 2019, 20:30 bis 20:50 Uhr, NDR Info

Ein Feature von Ivo Marusczyk, ARD-Korrespondent in Buenos Aires

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Die Rodung zieht sich immer weiter in die Wälder Brasiliens.

Das Amazonas-Becken ist das größte Regenwaldgebiet der Welt. Unzählige immer noch unentdeckte Tier- und Pflanzenarten leben hier. Und Völker, die immer noch jeden Kontakt mit der Außenwelt meiden. Doch das Amazonas-Gebiet ist in Gefahr. Viehzüchter, Holzfäller, Sojapflanzer und Goldwäscher dringen immer tiefer in den Wald vor. Dazu kommen große Konzerne, die Staudämme und Bergwerke bauen wollen.

Bolsonaro will Kursänderung beim Naturschutz

Doch seit einigen Monaten hat sich das Ungleichgewicht der Kräfte in diesem Kampf weiter verschoben. Brasiliens neuer Präsident Bolsonaro hat nichts für den Schutz der Wälder oder für indigene Völker übrig: Er spricht sich immer wieder dafür aus, das Amazonas-Gebiet zu erschließen, auszubeuten, nutzbar zu machen. In Brasilien gebe es doch genug Wälder, findet er. Und diesen steigenden Druck bekommen die Menschen, die den Wald schützen und verteidigen wollen, inzwischen jeden Tag deutlich zu spüren. Unser Südamerika-Korrespondent Ivo Marusczyk ist in den Bundesstaat Pará gereist, wo die Grenze zwischen wirtschaftlich genutzten und unberührten Gebieten sich immer weiter nach Norden frisst, immer tiefer in die Wälder.