Das Forum

Kein Geld für die Heimat

Donnerstag, 09. Juli 2020, 20:30 bis 20:50 Uhr, NDR Info

Leben in der afrikanischen Diaspora
Ein Reportage-Feature von Marc Dugge, ARD-Studio Madrid und Dunja Sadaqi, ARD-Studio Nordwestafrika

Drei Personen gehen zwischen Tauben auf den Ramblas in Barcelona. © dpa picture alliance Foto: Joan Valls
Corona-Pandemie: Viele Migranten in Spanien können zur Zeit kein Geld nach Afrika überweisen.

Viele afrikanische Familien sind auf die Unterstützung von Angehörigen im Ausland angewiesen - auf das Geld, das Ehepartner, erwachsene Kinder oder Geschwister zum Beispiel durch Arbeit in Europa verdienen. Diese sogenannten Rücküberweisungen aus der afrikanischen Diaspora machen in vielen Staaten Afrikas einen beträchtlichen Teil des Bruttoinlandsproduktes aus. Doch jetzt durch die Corona-Krise bleiben viele Überweisungen etwa aus Südeuropa aus.

In Spanien ist die Corona-Krise so heftig wie in kaum einem anderen Land verlaufen. Die Ausgangssperre war sehr streng. Der Wirtschaftseinbruch ist entsprechend drastisch. Darunter leiden besonders die vielen Migranten und Migrantinnen, die sich oft mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten. Besonders in Metropolen wie Barcelona und Madrid verschärft sich die soziale Not vieler Exil-Afrikaner. Weil die Rücküberweisungen fehlen, müssen sich die Familien in der Heimat, zum Beispiel im Senegal, noch mehr als bisher einschränken. 40 Prozent aller Senegalesen haben am Tag weniger als 1,75 Euro zur Verfügung. Und durch die Corona-Pandemie verlieren auch im Senegal viele Gelegenheitsarbeiter ihren Job.

Eine gezeichnete Weltkarte. © fotolia.com Foto: zagandesign

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Mehrere Personen gehen dynamisch. © Panthermedia

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