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Ein Jahr Massenproteste

Samstag, 11. April 2020, 19:30 bis 19:50 Uhr, NDR Info

Proteste für die Freilassung politischer Gefangener Algeriens in London. © dpa picture alliance Foto: Matrixpictures

Ein Jahr Massenproteste - Algeriens schwieriger Weg zur Demokratie

NDR Info - Das Forum -

Massenproteste haben Algeriens Präsidenten Bouteflika vor einem Jahr zum Rückzug getrieben. Doch das Land kommt nicht zur Ruhe. Der Weg zur Demokratie ist schwierig.

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Algeriens schwieriger Weg zur Demokratie
Ein Feature von Dunja Sadaqi, ARD-Studio Nordwestafrika

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Proteste gegen die Präsidentschaftswahl im Dezember 2019, die Bouteflikas Vertrauter Abdelmadjid Tebboune gewann.

20 Jahre regierte Präsident Abdelaziz Bouteflika Algerien. Unter dem Druck von Massenprotesten zog sich der algerische Machthaber dann zurück. Das war vor einem Jahr. Doch die friedlichen Massenproteste gingen weiter. Denn der erhoffte Systemwandel im Land blieb aus. Der Unmut in der Bevölkerung ist nach wie vor stark. Im Dezember boykottierten viele Algerier die Präsidentschaftswahl. Erst jetzt - mit den Corona bedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens - hat die algerische Protestbewegung Hirak ihre Proteste auf der Straße ausgesetzt. (Wiederholung vom 01.04.2020)

Zur Ruhe kommt das Land trotzdem nicht. Das Militär übt weiterhin großen politischen Einfluss aus. Regierungskritiker prangern willkürliche Inhaftierungen an. Der dramatisch gesunkene Erdölpreis verschärft die Wirtschaftskrise im energiereichen Algerien. Die Frage ist: Wer hat mehr Durchhaltevermögen - das Regime oder die Protestbewegung?