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Zivile Drohnen - Gefahr am Himmel?

Dienstag, 18. Juni 2019, 20:30 bis 20:50 Uhr, NDR Info

Ein Feature von Monika Dittrich

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Als sogenannte Rettungscopter werden Drohnen auch von der Wasserwacht erprobt.

Am Himmel wird es eng über Deutschland. Nicht nur wegen des weiter steigenden Flugverkehrs. Auch immer mehr Drohnen ziehen ihre Bahnen in luftiger Höhe. Geschätzte 500.000 sind es deutschlandweit. Die meisten Drohnen werden von privaten Hobbypiloten gesteuert. Nur knapp 20.000 sind für kommerzielle Einsätze unterwegs.

Drohnen sind längst keine harmlosen Spielzeuge mehr. Sie können Flugzeugen in die Quere kommen, Drogen ins Gefängnis liefern, Sprengstoff transportieren oder Firmen ausspionieren. Zwar dürfen Drohnen ohne Sondergenehmigung nicht höher als einhundert Meter aufsteigen. Über Menschenmengen, Krankenhäuern und Gefängnissen sind Drohnenflüge sogar verboten. Doch viele Hobbypiloten kennen die Vorschriften nicht. Und vieles ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt.

Die Politik kommt mit Gesetzen kaum hinterher. Besonders die Deutsche Flugsicherung ist alarmiert. Denn Drohnen sind für Fluglotsen auf dem Radar nicht sichtbar. Die Flugsicherung fordert deshalb, dass Drohnen wie andere Fahr- oder Flugzeuge amtlich registriert werden.